Dorfladen Häger benötigt morgens Extra-Kraft zum Brötchenschmieren Nachbar liefert warme Frikadellen

Werther-Häger (mat). Dass sich der Dorfladen im Laufe der Zeit weiterentwickelt, hat das Ladenteam von Anfang an gehofft. Dennoch hat niemand damit gerechnet, dass es gerade einmal ein Jahr dauert, bis das kleine rosafarbene Schweinchen nicht nur zum Logo, sondern sogar zu einer eigenen Marke wird.

Denn während bei der Eröffnung des gemütlichen Ladens nur das Nötigste in den Regalen zu finden war, ist der Dorfladen mittlerweile zu einer Mischung aus Spezialitätengeschäft, Café und Mini-Supermarkt geworden. »Wir konnten alles umsetzen, was wir uns vorgenommen haben«, sagt Vorsitzender Uwe Gehring, der den ersten Geburtstag des Ladens am Samstag nutzte, um sich mit Freibier und von Wiehenkamp gespendeter Bratwurst bei seinen treuen Kunden zu bedanken.

Mehr Veranstaltungen

Schließlich lebt der Dorfladen vor allem von seinen Stammkunden, für die das kleine Geschäft längst zu einem Teil Hägers geworden ist. »Wir möchten versuchen, so viele Menschen wie möglich anzusprechen. Deshalb wollen wir hier bald häufiger Veranstaltungen wie Weinproben stattfinden lassen«, erklärt Vorstandsmitglied Wolfgang Lamek, der außerdem die Berufspendler als wichtiges Standbein des Ladens sieht. So müsse in den Morgenstunden sogar eine zweite Kraft dafür sorgen, die vielen Brötchen zu schmieren, die auf dem Weg zur Arbeit gern mitgenommen werden.

»Obwohl der Erfolg der beste Beweis für die tolle Arbeit unseres Ladenteams ist, zeigt das Projekt leider auch, dass ein solcher Laden von einem Einzelhändler kaum betrieben werden kann. Ohne das große ehrenamtliche Engagement würde das nicht funktionieren«, sagt Uwe Gehring, der aktuell von 132 Vereinsmitgliedern unterstützt wird.

Öffnungszeiten erweitert

So ist es den vielen Helfern zu verdanken, dass im Laufe des Jahres die Öffnungszeiten erheblich erweitert werden konnten. Neben den regionalen Produkten bietet der Dorfladen unter anderem isländisches Lakritz, englische Orangenmarmelade und eine »große Molkereiabteilung«, die ebenso wie das Obst und Gemüse vom Edeka in Werther regelmäßig überprüft und aufgefüllt wird. »Von Achim Weinhorst bekommen wir neuerdings auch hausgemachte Frikadellen und Schnitzel«, freut sich Wolfgang Lamek über Warmes zu Mittag. Und bald wird es auch eine Biergarten-Garnitur vor der Tür geben.

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