Nach neun Monaten in Containern: Sanierung der Kita Speckfeld ist abgeschlossen Endlich zurück im »richtigen« Kindergarten

Werther (WB/fs). Als wären sie nie weg gewesen, haben die 54 Kinder die alten Gruppenräume und das großzügige Außengelände sofort in Beschlag genommen. Nach neun Monaten Containerbau ist die Kita Speckfeld wieder im gewohnten Gebäude.

Besonders die Fahrzeuge haben den Kindern im Container gefehlt. Jonas und Filipp (beide 4) haben deshalb sofort die Dreiräder beschlagnahmt.
Besonders die Fahrzeuge haben den Kindern im Container gefehlt. Jonas und Filipp (beide 4) haben deshalb sofort die Dreiräder beschlagnahmt. Foto: Freya Schlottmann

»Die Kinder freuen sich total wieder hier zu sein und alle haben sich schnell umorientiert«, sagt Leiterin Andrea Hohnhorst. Am 1. und 2. Juni ist die Kita mit Sack und Pack in das alte Gebäude zurückgekehrt, das nach einem Wasserschaden aufwendig saniert werden musste. Rund 90 Umzugskartons und mehrere LKW-Ladungen mit Möbeln haben die Mitarbeiter mit Unterstützung eines Umzugsunternehmens zurückgeschafft und der Kita wieder das bekannte Gesicht verliehen. Seit vergangenem Dienstag läuft der Betrieb wieder wie gewohnt.

Endlich wieder Platz zum Toben

Obwohl der direkte Zugang zum Wald den Kindern besonders fehlt, bietet die wiedergewonnene Kita deutlich mehr Vorteile: »Endlich haben wir wieder Flure zum Toben und einen Mehrzweckraum. Auch das Außengelände bietet hier mehr Platz zum Spielen und vor allem Schatten«, berichtet Andrea Hohnhorst.

Aus der Containerzeit hat die Kita dennoch profitiert und einige Gewohnheiten übernommen . »Im Container hatten wir eine Schuhfreie Kita, um die Teppiche zu schonen. Das haben wir im alten Gebäude jetzt auch eingeführt«, sagt die Leiterin. Im Zuge der Sanierung ist nämlich auch gleich renoviert und ein neuer Fußboden verlegt worden.

Waldausflüge bleiben erhalten

Auf die Waldausflüge müssen die Kinder ebenfalls nicht ganz verzichten. Mindestens einmal pro Woche machen die drei Gruppen weiterhin einen ausgiebigen Ausflug zum nahegelegenen Wald. Zusätzlich gibt es im alten Gebäude jetzt wieder eine richtige Küche. »Kurz vor dem Umzug in den Container hatten wir eine neue Küche bestellt, die dann erst eingelagert werden musste. Im Container war die Küche deutlich kleiner und wir mussten etwas improvisieren«, erzählt die Leiterin.

Alles in allem sind die Baumaßnahmen schneller voran gegangen als ursprünglich geplant. Zum Schutz vor einem erneuten Wasserschaden ist um das komplette Gebäude eine neue Drainage gelegt worden.

Ein Teil der jetzt leeren Container wird nach Steinhagen umziehen. Dort sollen sie Ausweichquartier für zwei Gruppen der neu entstehenden Kita werden.

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