70 Maler, Bildhauer und Kunsthandwerker nutzen Suttorf als Freiluftgalerie Altes Dorf und moderne Kunst

Werther/Suttorf (WB). Das Dorf Suttorf, Nachbarort des Wertheraner Ortsteiles Theenhausen gleich hinter der niedersächsischen Grenze, verwandelt sich am zweiten Juli-Wochenende zum vierten Mal in eine große Freiluft-Galerie. Die Aktion »Ein Dorf wird Kunst« verzeichnet mit 70 Künstlern einen neuen Teilnehmerrekord.

Von Klaus-Peter Schillig

Große Eichen, Buchen und Kastanien, die im Sommer kühlen Schatten spenden, fünf denkmalgeschützte Bauernhöfe, ein paar Kotten und etwa 30 Einwohner. Das ist das 1000 Jahre alte Suttorf, in das am 8. und 9. Juli die moderne Kunst Einzug hält. »Ein einmaliges Erlebnis«, findet Wilhelm Röper, Vorsitzender des Suithorpa Bürgervereins, der sich nicht nur für die Interessen der Dorfbewohner einsetzt, sondern auch heimischen Künstlern ein Forum bietet.

Aussteller aus Westfalen

Viele von ihnen stammen aus dem angrenzenden westfälischen Bereich. Wie der Wertheraner Metallgestalter Christoph Kasper, die Holzbildhauer Maik Angermaier und Andreas Bieder, die Maler Marion Reuning (Bielefeld) und Sieghard Watzke (Steinhagen), die alle ihre Ateliers in der Alten Lederfabrik in Halle betreiben. Ausstellen werden auch Elfriede Schildmann (Borgholzhausen) und Rose Lichtenberger (früher Steinhagen) ihre Holz-Skulpturen, Ulrich Tzachmann aus Borgholzhausen seine Weidengeflechte, die Hägeranerin Irmgard Wiesbrock ihre Mosaike und Skulpturen und der Wertheraner Jochen Eilert seine Objekte und Installationen.

Der ebenfalls denkmalgeschützte Hof Seidel, hier der Eingang zum Wohnbereich. Foto: Schillig

Präsentieren können sich die Künstler unter freiem Himmel auf der Dorfstraße, in bezaubernden Bauerngärten, aber auch in unterschiedlichen urigen Räumlichkeiten – in Scheunen, auf Deelen, in Ställen, Werkstätten oder sogar Wohnräumen. Zu sehen bekommen die Besucher Skulpturen aus Stein, Holz und Metall, Gemälde, Stoffmalerei sowie Schmuck, selbstgeschöpftes, künstlerisches Papier, Fotografie und Keramik. Künstlerischer Leiter ist der in Suttorf ansässige Bildhauer Johannes Edsen.

Flammkuchen und Pommes

Auf mehreren Höfen werden den Besuchern verschiedene kulinarische Köstlichkeiten geboten. Flammkuchen, Bratwurst und Pommes stehen ebenso auf der Speisekarte wie Kaffee, Kuchen und Waffeln sowie Getränke.

Eröffnet wird »Kunst im Dorf« am Samstag, 8. Juli, um 11 Uhr auf dem Hof Seidel. Die Künstler zeigen ihre Werke an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr. Zum Rahmenprogramm gehört am Samstagabend eine Einführung und eine Vorführung des echten argentinischen Tangos. Auf allen Höfen ist bis Mitternacht noch geselliges Beisammensein angesagt.

Den Flyer zur Veranstaltung gibt es als Download .

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