Maschinenbau für Lebensmittel: Firma Weber kauft Schröder Firmen-Fusion mit Fleisch dran

Werther/Versmold (WB). Die Wertheraner Firma Schröder, Marktführer in Pökeltechnologie mit zuletzt 19,2 Millionen Euro Umsatz, gehört fortan zur Weber Maschinenbau GmbH in Hessen.

Von Margit Brand
Weber und Schröder gehen gemeinsame Wege. Auf dem Bild sind Gesellschafter und Geschäftsführer beider Unternehmen: Peter Danwerth (von links), Susanne Dunkel, Tobias Weber, Helmut Schröder, Michael Dunkel.
Weber und Schröder gehen gemeinsame Wege. Auf dem Bild sind Gesellschafter und Geschäftsführer beider Unternehmen: Peter Danwerth (von links), Susanne Dunkel, Tobias Weber, Helmut Schröder, Michael Dunkel. Foto: Weber Maschinenbau

Weber produziert Systeme zur Verarbeitung, Veredelung und zum Schneiden von Wurst, Fleisch und anderen Lebensmitteln. Beide Familienunternehmen sind bereits seit ihrer Gründung freundschaftlich verbunden, so dass der Kauf nun die Fortsetzung der gemeinsamen Wege sei, teilte die Weber-Gruppe mit.

Standort und Mitarbeiter bleiben

Der Name und die Marke »Schröder Maschinenbau« bleibt genauso erhalten wie der Standort im Esch mit seinen 130 Mitarbeitern. Peter Danwerth ist weiterhin Geschäftsführer der neuen Weber-Tochter. Auch die Vertriebsaktivitäten sollen wie gehabt eigenständig erfolgen.

»In Werther wird künftig ebenfalls investiert«, kündigt Unternehmenssprecherin Karin Janse an. Demnach hat die Firma 8500 Quadratmeter im Gewerbegebiet Rodderheide gekauft.

»Es war mir und der Familie sehr wichtig, dass unser Unternehmen in eine Firma übergeht, die mit zusätzlichen Impulsen und hoher Kompetenz die Zukunft der Firma und des Namens Schröder weiterentwickeln wird«, erklärt Susanne Dunkel, ehemalige Gesellschafterin und Tochter des Gründers Helmut Schröder, den Verkauf sämtlicher Firmenanteile.

Die Weichen sind gestellt, um die Lebensmittelindustrie mit kompletten Linien von der Verarbeitung bis zur Verpackung bedienen zu können.

Kundennähe, Vertrauen und Zuverlässigkeit

Dass sich auch ideelle unternehmerische Werte beider familiengeführten Häuser in weiten Teilen decken, tat ein übriges. »Kundennähe, Vertrauen und Zuverlässigkeit sind Werte, die meinen Vater nach der Firmengründung stets angetrieben haben. Die ständige Suche nach der nächsten, besseren Lösung und dem neuen, cleveren Detail sind die Ziele, welche er beharrlich verfolgt hat«, fühlt sich Tobias Weber, geschäftsführender Gesellschafter und ältester Sohn des Firmengründers Günther Weber, einer Tradition verpflichtet.

Voriges Jahr hat Schröder 50-jähriges Bestehen gefeiert. Das Unternehmen startete mit Verkauf und Kundendienst für Maschinenhersteller der Lebensmittelindustrie und hat sich anschließend als Marktführer in der Pökeltechnologie weltweit einen Namen gemacht. Seit 1985 werden eigene Werkzeuge gebaut sowie komplette Maschinen umgebaut und überholt. 2010 brachte Schröder erstmals auch eigene Verpackungsmaschinen auf den Markt. Die Firma sei der ideale Weber-Partner, da im Markt die Kompetenz als Komplettanbieter immer stärker gefragt sei, heißt es.

Die Weber-Gruppe hat ihren Hauptsitz in Breidenbach (Hessen) und beschäftigt an 14 Standorten in zehn Nationen 1100 Mitarbeiter.

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