Neue Wunschpunkte sorgen auf der Waldbühne Melle für Durcheinander Immer sonntags ist Sams-Tag

Werther/Melle (WB). Das Zauberwort heißt »Gatsmas«. Aber bekommt das Sams damit tatsächlich neue Punkte? Große und kleine Überraschungen erwarten die Besucher in diesem Sommer auf der Waldbühne Melle.

Von Margit Brand
Jetzt haben sie aber lange genug »gestanden«, findet das Sams. Hinsetzen – oder noch besser: weggehen – ist jetzt an der Reihe. Mit dem Geständnis, das sich der Wachtmeister im Kinderstück auf der Waldbühne Melle wünscht, wird es also nichts.
Jetzt haben sie aber lange genug »gestanden«, findet das Sams. Hinsetzen – oder noch besser: weggehen – ist jetzt an der Reihe. Mit dem Geständnis, das sich der Wachtmeister im Kinderstück auf der Waldbühne Melle wünscht, wird es also nichts. Foto: Margit Brand

Denn plötzlich hat nicht das Sams, sondern sein Papa, Herr Taschenbier, die blauen Wunschpunkte im Gesicht. Und wer darf also bestimmen... pardon: wünschen? Das fröhlich-verrückte Wesen mit roten Haaren und Schweinsnase. Oje!

Nachdem »eine Woche voller Samstage« im Winter 2013 in Melle großen Erfolg hatte, inszeniert Andreas Pöhler nun die Fortsetzung »Neue Punkte für das Sams«. Die würden in der Tat helfen, denn die alten sind aufgebraucht. Keine Chance also für den schüchternen Herrn Taschenbier, das freche Sams mit klugen Wünschen zur Raison zu bringen.

Und wenn doch nur ein einziger Wunschpunkt übrig wäre, um das nette Fräulein März auf ihn aufmerksam zu machen! Dass sein Papa verliebt ist, kann das Sams zwar nicht gut haben. Aber eine Lösung muss ja doch her.

Spieltermine

Das Spektakel mit dem Sams steigt immer sonntags um 16 Uhr auf der Waldbühne. Erstmals nach Jahren gibt es wieder eine Vorstellung am Pfingstmontag (ebenfalls 16 Uhr). Lediglich am 18. und 25. Juli macht das Laien-Ensemble Spielpause. Das Erwachsenenstück »Der nackte Wahnsinn« hat am Samstag, 10. Juni, um 20 Uhr Premiere.

Karten (acht Euro, Kinder drei Euro) gibt es unter 05422/ 42442 oder unter www.waldbuehne-melle.com

Nur dass die »Hilfe« natürlich für ordentlich Aufsehen und Durcheinander sorgt. Das macht Großen und Kleinen im Publikum Spaß.

Kinderbuch-Autor Paul Maar, der die Vorlage für das Stück lieferte, würde das Meller Sams lieben: Mal klatscht es sich mit den Zuschauern ab, mal streckt es ihnen die Zunge raus. Zwei Stunden lang geht es über Tisch und Bänke und lebt sein Temperament mit großen Gesten aus. Und mit Begeisterung befolgt es Sams-Regel Nummer 23: Wer fröhlich ist soll singen. Das wäre auf der Waldbühne gar nicht anders denkbar.

Am Ende sind alle Wunschpunkte weg und das Sams auch. Warum Herr Taschenbier trotzdem glücklich ist, erfahren Besucher bis zum 3. September.

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