Familie Krebs zeigt erstmals den Garten der alten Potthoff-Villa Ein Traum in Rosa und Grün

Werther(WB). Zum ersten Mal hat Familie Krebs ihre Pforte für interessierte Gartenfreunde geöffnet. Und die Premiere ist geglückt. »Ich bin von der Resonanz total überwältigt«, sagte Hausherrin Alexa Krebs. Sogar das typisch ostwestfälische Wetter hielt sich angenehm zurück.

Von Jan Dresing
Die Hausherren Stephan und Alexa Krebs öffnen ihre Gartenpforte für Besucher und geben seltene Einblicke in ihr grünes Reich. Vor zwölf Jahren haben sie die Potthoff-Villa gekauft und sich ihr eigenes Garten-Paradies geschaffen.
Die Hausherren Stephan und Alexa Krebs öffnen ihre Gartenpforte für Besucher und geben seltene Einblicke in ihr grünes Reich. Vor zwölf Jahren haben sie die Potthoff-Villa gekauft und sich ihr eigenes Garten-Paradies geschaffen. Foto: Jan Dresing

Wenn sich die Gartenliebhaber auf dem weitläufigen Gelände der Potthoff-Villa durch den Rosengang schieben, knirscht der Kies unter ihren Sohlen. Manchmal halten sie an und fotografieren die Blütenpracht. Auf dem preisgekrönten Rasen stehen die Hobbygärtner zusammen, nehmen Anregungen mit, fachsimpeln und bewundern das gepflegte Grün, das aussieht, als habe es der Hausherr mit einer Nagelschere getrimmt. »Very British«, möchte man ausrufen. Sehr britisch, genau so wie der Humor, mit dem der Garten gestaltet wurde: Hie und da blickt ein rosafarbenes Schwein oder Schaf aus der Botanik.

Besucher können es kaum erwarten

Die Familie Krebs freute sich am Sonntag über einen großen Andrang. Mehr als 300 Besucher wollten sich den exklusiven Blick in ein Stück Ravensberger Landschaft nicht entgehen lassen. »Die ersten standen schon vor der Tür, bevor es um 11 Uhr losging«, sagte Alexa Krebs begeistert. »Es ist ein sehr nettes Publikum. Wir liegen auf einer Wellenlänge, wir sind alle Gartenfreunde.«

Die vielen positiven Rückmeldungen, die sie für ihren aufwändig gestalteten und gepflegten Garten bekam, seien unheimlich motivierend, betonte sie. »Das ist der Lohn für die Mühe.« Alexa Krebs ist jeden Tag im Garten, und wenn sie am Schreibtisch sitzt, hält es sie dort nicht lange: »Der Garten ist wie Meditation. Ich kann wunderbar abschalten und meine Gedanken fließen lassen.«

»Goldener Grashalm« für den Rasen

Auch am Sonntag, als die Besucher durchs Grün flanierten, strahlte der Garten eine paradiesische Ruhe aus. Der Rasen vor der Terrasse breitet sich aus wie ein Teppich und macht jeden Golfplatz-Gärtner neidisch. Kein Wunder: Stephan Krebs ist Mitglied im Verein der Rasenfreunde. Einmal im Jahr verleiht der den Goldenen Grashalm – und Krebs ist zweimaliger Preisträger. Auch die Arbeitsteilung funktioniert im Hause Krebs: »Meine Frau ist für die schönen Dinge zuständig, ich für die groben«, sagte er. Rasen, Büsche, Hecken und Bäume seien sein Metier.

Alexa Krebs hingegen eröffnete vor fünf Jahren ihren Laden »Die Sommersprosse« auf dem Gelände. Dort verkauft sie trendige Garten-Deko. Auch er wird von den Gästen neugierig besucht. Über dem Laden hat Stephan Krebs ein kleines Motorsägen-Museum aufgebaut. »Ich ging ein Jahr in Amerika zur Schule und sägte im Wald Holz für das Kochen von Ahornsirup«, erklärte Krebs. »Seitdem hat mich die Passion nicht mehr losgelassen.«

Gebacken bis nachts um zwei

Zum Garten-Bummel kredenzte Gartenfreund Ralf Dunkelberg Zitronen- und Schokoladentartes sowie Pfirsich-Maracuja- und Erdbeer-Sahne-Torten. »Selbstgebackene Kuchen kommen besser an als massenproduzierte«, sagte Dunkelberg, der am Vorabend bis 2 Uhr nachts in der Küche die Löffel schwang. »Die Leute genießen das, auch wenn es etwas kühler ist.« Überhaupt spielte das Wetter am Sonntag mit. »Nicht zu trocken und nicht zu heiß. Das ist ideal«, schwärmte Stephan Krebs. »Wir stecken so viel Energie in unseren Garten. Da ist es toll, ihn auch anderen präsentieren zu können.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.