Erstes Baggerloch in der Arrode: Untergrund im Vorfeld der Bauarbeiten untersucht Museum steht auf gutem Grund

Werther(WB/bec). Der erste Spatenstich fürs Museum war nur symbolisch, und auch das erste Baggerloch ermöglicht Passanten keinen Blick in die Tiefe. Vor allem aber haben sich keine finanziellen Abgründe aufgetan, als sich die große Schaufel Montagvormittag auf der Wiese vorm Böckstiegel-Haus in die Erde gegraben hat.

Der schwere Lehm ist nach dem vielen Regen der vergangenen Wochen schwammig wie Pudding, aber er hält: Ein Bagger hat vorm Böckstiegel-Haus gestern ein »Guckloch« ausgehoben.
Der schwere Lehm ist nach dem vielen Regen der vergangenen Wochen schwammig wie Pudding, aber er hält: Ein Bagger hat vorm Böckstiegel-Haus gestern ein »Guckloch« ausgehoben. Foto: Brand

Denn diese Baugrunderkundung hat ergeben, dass keine (teuren) Extra-Maßnahmen getroffen werden müssen, um die Baugrube für das neue Museum abzusichern. In voraussichtlich 14 Tagen wird der Bagger der Gütersloher Firma Peitz also endgültig mit der Arbeit beginnen. Das drei mal fünf Meter große und vier Meter tiefe »Guckloch« wurde aus Sicherheitsgründen umgehend wieder verfüllt.

Einblick in vier Meter Tiefe

»Lösslehm ist schwer einschätzbar«, sagt Marian Hachmeister, der den Museumsbau für die HSD Architekten aus Lemgo vor Ort begleiten wird. Wieviel Wasser hält er? Wie standfest werden die Seitenwände sein? Die Sondierungen eines Gutachters allein reichten nicht aus, um diese wichtigen Fragen zu beantworten. Und auf Erfahrungen von Bauherren im näheren Umkreis kann man anders als in einer Neubausiedlung schließlich nicht zurückgreifen. »Wie es aussieht, werden wir Vakuumfilter oder ähnliches nicht brauchen«, zeigte sich Beate Balsliemke, Geschäftsführerin der Böckstiegel-Stiftung gestern vor Ort erfreut.

Nachdem nun Klarheit über den Untergrund herrscht, kann als nächstes die Oberfläche gemäht und der Mutterboden abgetragen werden. Dieser wird eingelagert und später zurückgebracht – schließlich soll das »Wiesenbild« auch künftig erhalten bleiben. Bis dahin müssen allerdings noch einige Kubikmeter Erde bewegt werden.

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