Verwandte und Freunde nehmen Abschied von der in Neuss erschossenen Frau (27)
Getötete Versmolderin am Samstag beigesetzt

Versmold (WB/fw). Die 27 Jahre alte Frau aus Versmold, die Ende April in Neuss erschossen worden ist, wurde am Samstag in ihrer Heimstadt beigesetzt.

Sonntag, 12.05.2019, 14:41 Uhr aktualisiert: 12.05.2019, 14:56 Uhr
Symbolfoto Foto: dpa

Viele Freunde nahmen in der St.-Petri-Kirche Abschied. In Versmold war die junge Frau sehr beliebt, war im CVJM sowie in einem Handballverein aktiv. Ein Pastor aus Mönchengladbach sprach tröstende Worte an die Anwesenden, hob dabei das soziale Engagement der Getöteten hervor.

Versmolderin erwirkte Anfang April ein Konktatverbot

Der mutmaßliche Täter, Patrick H. (31) aus Meerbusch, liegt derzeit im Justizkrankenhaus in Fröndenberg. Bei einem Selbstmordversuch nach der Tat soll der Mann beide Beine verloren haben. Er schweigt noch zu den Tatvorwürfen. Die Polizei hat Haftbefehl erlassen. Dem Mann wird vorgeworfen, die 27-Jährige in Neuss mit einer Pistole erschossen zu haben.

Vor den Schüssen habe die 27-Jährige am 3. April ein Kontaktverbot gegen Patrick H. erwirkt. Die Versmolderin habe sich von ihrem Ex-Freund bedroht gefühlt. Er durfte sich ihr daraufhin nicht mehr nähern . Das hatte die Polizei bereits im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT bestätigt.

Tatverdächtiger trat bei »Deutschland sucht den Superstar« auf

Der 31-Jährige arbeitete als junger Mann wohl an einer Musikkarriere, spielte in einer Band. Mit 20 Jahren soll er in der DSDS-Sendung aufgetreten sein und es auch in das Recall geschafft haben. Die Show habe er dann freiwillig verlassen, wie Medien berichten.

»Was da ablief, ist einfach nicht mein Ding. Erst wurde mir versichert, dass ich weiterhin meine eigenen Songs singen darf, dann wollte die Jury plötzlich nur noch bekannte Popsongs von mir hören. Außerdem drehte sich von jetzt auf gleich alles um gestellte Fotos und Publicity. Von Musik war kaum noch die Rede«, sagte er damals der Zeitung Express.

Zudem habe der mutmaßliche Täter an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf Jura studiert, später soll er als Sprecher für eine Telekommunikationsfirma gearbeitet haben. Laut seinem Profil in den Sozialen Medien habe er sich zudem für den Verein »Meerbusch hilft« engagiert

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