Raubüberfall: 31-jähriger Versmolder nach Überfall auf Spielhalle verurteilt Geld verzockt, Messer gezückt

Bielefeld/Versmold (WB/swa). Nachdem ein 31-jähriger Versmolder im Januar 800 Euro an Automaten in einer Spielothek in Versmold verspielt hatte, wollte er sich das Geld mit einem bewaffneten Überfall zurückholen. Das Landgericht Bielefeld verurteilte ihn zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Der Mann muss zudem eine stationäre Drogentherapie antreten.

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Symbolbild Foto: dpa

Besonders schwerer Raub, so lautete das Urteil der II. Großen Strafkammer des Landgerichts. Besonders belastend für den gebürtigen Mann aus Herdecke war ein 16 Zentimeter langes Messer, mit dem er bei der Tat am 21. Januar einen Mitarbeiter (59) der Spielhalle bedrohte.

Aus Frust fünf Liter Bier getrunken

Dem Raub vorausgegangen war ein Tag mit großen finanziellen Verlusten für den achtfach vorbestraften Versmolder. Seit den Mittagsstunden verzockte er einen 50 Euro-Schein nach dem nächsten. Immer wieder verließ der 31-Jährige die Spielstätte, um frisches Geld von der Bank zu holen. Aus Frust über die Pechsträhne trank er fünf Liter Bier in der Zeit.

Nachdem der Gabelstaplerfahrer sein komplettes Konto leer geräumt hatte und auch kein Geld mehr durch die Automaten lief, reifte der verhängnisvolle Tatplan, die Verluste mit einem Überfall wieder auszugleichen. Der Angeklagte begab sich in seine nahegelegene Wohnung, wechselte die Jacke, vermummte sich mit einem Schal und bewaffnete sich zudem mit einem Küchenmesser.

Mitarbeiter der Spielhalle erkennt den »Kunden« beim Überfall wieder

»Irgendwie war mein ganzer Lohn weg und ich habe Rot gesehen. Schließlich musste ich den Unterhalt für mein Kind bezahlen«, versuchte der Versmolder eine Begründung für sein Handeln zu finden. Gegen 23.30 Uhr betrat er schließlich erneut die Spielothek an der Berliner Straße und forderte den Mitarbeiter an der Kasse zur Herausgabe der Tageseinnahmen auf. »Geld her, Schublade auf!«, soll die Forderung des Räubers gewesen sein.

Der Mitarbeiter der Spielstätte hielt dies zunächst für einen schlechten Scherz. »Lass den Scheiß, du machst dich nur unglücklich«, will der Bedrohte noch gewarnt haben. Bereits an der Jacke erkannte er den vormaligen Stammkunden, der seit eineinhalb Jahren drei Mal wöchentlich die Spielothek aufgesucht haben soll. »Doch als er lauter wurde und das Messer kurz vor meinem Bauch hielt, habe ich schon Angst bekommen«, sagte der 59-Jähige vor Gericht aus. Er öffnete die Kasse und ließ den alkohol-, drogen- und spielsüchtigen Mann mit 335 Euro fliehen.

Am Ende stellt sich der Täter der Polizei

Zwei Tage nach dem Raub stellte sich der 31-Jährige schließlich eigenständig der Polizei genau zu dem Zeitpunkt, als diese einen Haftbefehl erließ. Auch im Prozess am Donnerstag zeigte sich der Versmolder geständig und entschuldigte sich beim Geschädigten.

Kommentare

Ein Witz

Das ist ja wohl ein Witz.Erstens ist der Typ nur ein Junkie dem sein Pep ins Gehirn gestiegen ist.Wer schützt den Angestellten,keiner weil solche Assi immer wieder Bewährung bekommen.

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