Vernissage zu »Gegenlicht« in der Versmolder Galerie »et« Zwischen Zufall und Strategie

Versmold (WB/uvb). »Ich benutze die Fotografie, um die Welt kennenzulernen«, umreißt Maria Otte den Grundsatz ihres Schaffens. »Sie ist für mich ein Mittel der Erkenntnis.«

Cellist Willem Schulz begleitet die Vernissage »Vom Finden zum Erfinden« von Maria Otte.
Cellist Willem Schulz begleitet die Vernissage »Vom Finden zum Erfinden« von Maria Otte. Foto: Ulrike von Brevern

In der Ausstellung »Gegenlicht – Vom Finden und Erfinden« präsentiert die Fotokünstlerin aus Melle, die unter anderem bei Robert Häusser, einem der Wegbereiter der zeitgenössischen Fotografie gelernt hat, 20 eindrucksvolle »Erkenntnisse« dieser Art in der Versmolder Galerie »et«.

»Vom Finden zum Erfinden« reflektiert den Schritt vom dokumentarischen Foto zum kreativ gestalteten Bild. Dabei geht es der Fotografin durchaus um Schönheit. Die sei für sie allerdings mehr als Äußerlichkeit. »Schönheit ist ein menschliches Streben. Sie spendet Zuversicht und manchmal hilft sie auch beim Überleben«, zitiert sie einen unbekannten Autor. Deutlich werden solche Gedanken in Werken zu den verheerenden Folgen des Hurrikans in New Orleans.

Gemeinsam mit dem Cellisten Willem Schulz ging Fotografin Maria Otte während der Vernissage auf Spurensuche nach dem Verhältnis von Zufall und Strategie. In der Fotografie bestimme dieses Verhältnis das Werk wesentlich mit. »Jeder ist für sein Erleben selbst verantwortlich«, hielt der Cellist dagegen, der mit zum Teil nahezu sphärischen Klängen und Improvisationen mit der Fotografin und ihren Bildern in Dialog trat.

Die Ausstellung ist bis zum 9. Juli in der Galerie »et« zu sehen.

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