Nach Brandstiftung an der Kita »Am Stadtpark« stellen Verantwortliche neue Pläne vor Bau der zwei Geschwindigkeiten

Versmold (WB/uvb). Der Sachschaden nach der Brandstiftung ist immens. Doch die Folgen für die Familien, die ihre Kinder ab Herbst in die neue DRK-Kita am Stadtpark schicken wollen, werden sich voraussichtlich in Grenzen halten.

Die Brandspuren an der Baustelle der Kita Am Stadtpark sind gut erkennbar. Handwerker, Planer, der DRK-Kreisverband als Bauherr und die Stadt Versmold arbeiten Hand in Hand, um den Bauplan einzuhalten. Noch fehlen Hinweise auf die Täter.
Die Brandspuren an der Baustelle der Kita Am Stadtpark sind gut erkennbar. Handwerker, Planer, der DRK-Kreisverband als Bauherr und die Stadt Versmold arbeiten Hand in Hand, um den Bauplan einzuhalten. Noch fehlen Hinweise auf die Täter. Foto: Ulrike von Brevern

So lautet das Fazit, das die Verantwortlichen eine Woche nach dem Feuer im Rohbau der Kita gezogen haben. Ursache für den Brand an der Rückseite des Gebäudes war nach gesicherten Erkenntnissen der Polizei eine Brandstiftung. Der Schaden wird auf 100.000 Euro beziffert. »Es gibt noch keine konkreten Hinweise auf den oder die Täter«, sagte Polizeisprecherin Corinna Koptik. Ein weiterer Zeugenaufruf soll nun helfen. Fachbereichsleiter Hans-Jürgen Matthies von der Stadt rief die Bevölkerung dazu auf, sachdienliche Hinweise auf den Täter der Polizei oder gerne auch der Stadt mitzuteilen.

»Betreuungsverträge werden erfüllt«

Die Kita soll wie berichtet 70 Kinder aufnehmen. »Es wird kein Kind im Regen stehen«, betonte Matthies am Freitag. Günter Göpfert, Geschäftsführer im DRK-Kreisverband Gütersloh, der sowohl Bauherr als auch Träger ist, zeigte sich überzeugt, dass die Betreuungsverträge wie geplant ab dem 1. Oktober erfüllt werden könnten.

Mit Hochdruck hätten alle Beteiligten daran gearbeitet, Lösungen zu finden, damit der Bau wie geplant bis Ende September weitgehend fertiggestellt werden kann. Architekt Frank Schönberg, die Versicherung und die Sachverständigen sowie die Handwerker arbeiten eng zusammen.

Ökologische Bauweise hat sich ausgezahlt

»Mit Blick auf die Schadstoffbelastung hat sich die ökologischere Bauweise ausgezahlt«, erläuterte Schönberg bei der Vorstellung der Pläne. Es sei im wesentlichen Holz verbrannt. Ein Gruppenraum, zwei Nebenräume und ein Viertel der Spielhalle seien »thermisch belastet«. Insgesamt wurden 180 Quadratmeter Fläche beschädigt.

Dieser Bereich werde nun durch eine massive Holzwand abgetrennt. Jenseits davon laufen die Bauarbeiten auf zwei Drittel der Gebäudefläche nach Plan weiter. Gerade werden hier die Fenster eingesetzt und die Wände verputzt. Das übrige Drittel müsse von Brandspuren gereinigt werden. Wo es gebrannt hat, werden Dachteile und ein kleiner Fassadenteil ausgetauscht. Das werfe die Bauarbeiten in diesem Teil um einige Wochen zurück. Wie dieser Mehraufwand kompensiert werden könne, lasse sich erst in einigen Wochen sagen. Erste Aufträge sind dank schneller Zusage der Versicherung verteilt. Göpfert lobte das Engagement der Handwerker, den Schaden zu begrenzen. Es werde ab sofort eine zusätzliche Sicherung des Geländes geben.

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