Verl
Stadt Verl verschenkt Obstbäume

Verl (gl) - So klein Insekten auch sein mögen, sind ihre Leistung und ihre Bedeutung für das Gleichgewicht der Natur laut einer Mitteilung der Stadt Verl doch riesengroß. Die Kommune verschenkt nun 50 Obstbäume. Interessenten sollten schnell sein.

Freitag, 09.04.2021, 13:27 Uhr aktualisiert: 09.04.2021, 14:01 Uhr
Ein Apfel aus dem eigenen Garten schmeckst meist am besten.

„Gemeinsam mit der KlimaTisch-Ortsgruppe Verl werden wir am 15. April 50 Obstbäume und -sträucher an interessierte Verler verschenken“, kündigt Bürgermeister Michael Esken an. „Damit wollen wir die Bürger dabei unterstützen, im eigenen Garten zum Erhalt der biologischen Vielfalt beizutragen. Zum Glück haben wir in unserer Stadt viele private Gärten und jeder Obstbaum, der dort wächst, zieht Insekten an und bietet ihnen Lebensraum“, erläutert der Bürgermeister die Idee. 

„Ein schöner Nebeneffekt ist natürlich das Obst aus dem eigenen Garten. Frischer und regionaler geht es nicht“, ergänzt er. Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahren nach Angaben der Stadt einen starken Rückgang in der Insektenwelt beobachtet. 

„Eine große Artenfülle der Insekten ist für unsere Ökosysteme aber essenziell“, betont Klimaschutzmanager Dr. Fabian Humpert. „Ein Insektenschwund kann ganze Nahrungsketten in Gefahr bringen, zum Beispiel für Vögel, Frösche oder Fledermäuse. Auch ein großer Teil unserer Nutzpflanzen ist von bestäubenden Insekten abhängig. Wenn das Insektensterben zu immer größeren Ernteausfällen führt, werden wir irgendwann auf frisches Obst und Gemüse verzichten müssen“, macht er deutlich. 

Wer Interesse an einem Obstgehölz für den eigenen Garten hat, findet auf der Internetseite der Stadt ein Teilnahme-Formular, das bis Mittwoch, 14. April, 22 Uhr, ausgefüllt und abgesendet werden muss. Für die 50 Schnellsten wird ein Baum oder Strauch reserviert, es zählt das Eingangsdatum der Mail. Wann und wo die Gehölze am Donnerstag, 15. April, ab 17 Uhr abgeholt werden können, teilt die Stadtverwaltung per E-Mail mit. Aus Infektionsschutzgründen wird darum gebeten, den jeweils mitgeteilten Termin möglichst genau einzuhalten.

Bei der Ausgabe kann zwischen verschiedenen Obstsorten gewählt werden. „Wir werden versuchen, die Wünsche zu erfüllen. Garantieren können wir das aufgrund der begrenzten Anzahl aber natürlich nicht“, erläutert Klimaschutzmanager Fabian Humpert und betont: „Die Insekten freuen sich auf jeden Fall über jeden Obstbaum, ganz egal welche Sorte.“ Pro Haushalt wird ein Obstbaum abgegeben.

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