Fußballer des SC Verl suchen weiter nach einer Alternative zu ihrer nicht drittligatauglichen Sportclub-Arena
Stadionausbau noch nicht vom Tisch

Verl (rast). Der coronabedingte Sonderspielbetrieb des DFB läuft aus. Aus diesem Grund suchen die Fußballer des SC Verl nach einer Alternative zu ihrer nicht drittligatauglichen Sportclub-Arena. Wie berichtet, ist der Heidewald in Gütersloh eine Option. Aber bedeutet das jetzt, dass der Ausbau des Stadions an der Poststraße vom Tisch ist, und dass der Verein die Stadt verlässt? 

Mittwoch, 03.03.2021, 18:00 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 21:10 Uhr
Drittligatauglich wird die Sportclub-Arena erst nach einem Umbau. Ob das an der Poststraße möglich ist oder ob doch ein Neubau nötig ist, wird aktuell geprüft. Noch vor den Sommerferien will die Verwaltung die Pläne vorstellen.

„Nein. Unser Ziel ist es, jedem Verein in der Stadt eine geeignete Sportstätte zur Verfügung zu stellen“, sagt Bürgermeister Michael Esken (CDU). Und damit auch Drittliga-Fußball für den SC Verl. Der Weg dorthin sei steinig. Und auch nicht bis zum Start der kommenden Saison erledigt. Ab dem Tag einer Entscheidung rechnet das Stadtoberhaupt noch mit einem Jahr Bauzeit. Er sei auch nicht überrascht von den Heidewald-Plänen des SCV. Michael Esken: „Ich war ja bei den Gesprächen mit der Stadt Gütersloh und dem DFB dabei.“ Das Stadtoberhaupt sieht das Gütersloher Stadion jedoch nur als Zwischenlösung, bis feststehe, wie es in Verl weitergehe. 

Der Stand der Dinge

Damit in Gütersloh Drittliga-Fußball gespielt werden darf, muss im Heidewald in eine Rasenheizung und mehr Zuschauerplätze (bisher rund 8400) investiert werden. Es heißt ja immer, der SC Verl investiert in Beine und die Stadt in Steine. Bedeutet das nun, dass Verl die Kosten in Gütersloh trägt? „Bisher hat der SC noch nicht danach gefragt. Ich gehe davon aus, dass der Verein weiß, dass das für die Stadt keine Option ist“, so der Bürgermeister im Gespräch mit dieser Zeitung. 

Wie ist denn überhaupt der Stand der Dinge am Ölbach? „Im Moment wird geprüft, ob sich die Sportclub-Arena für die dritte Liga ertüchtigen lässt“, sagt Michael Esken. Dafür wird aber ein Lärmschutzgutachten benötigt. Existiert das denn schon? „Der SC Verl müsste zunächst einmal eine Zeichnung von dem Stadion machen. Bisher habe ich nur einige Skizzen gesehen. Wenn der Gutachter nicht weiß, wie es aussehen soll, kann er keine konkreten Aussagen machen“, so Esken. Das heißt also, es gibt bestenfalls eine grobe Einschätzung, ob es lärmschutztechnisch an der Stelle überhaupt funktioniert. 

Pläne sollen bis zu den Sommerferien vorliegen

Die Drittliga-Ertüchtigung des Stadions an der Poststraße sei das favorisierte Vorhaben. Esken: „Wenn sich herausstellt, dass das nicht funktioniert, kann man vielleicht noch einmal überlegen, ob man irgendwo neu baut.“ Die Stadt sei dann aber außen vor. „Ich habe keine Flächen“, erklärt Michael Esken. 

Und wie geht es jetzt weiter? „Es muss politisch beraten werden, welche Kosten der Verein übernimmt und welche die Stadt trägt“, sagt Michael Esken. Bisher steht nur die Sanierung des Rasens im Haushalt. Spätestens kurz vor den Sommerferien sollen die Pläne, wie das Stadion aussehen soll, dann den Fraktionen in den Ausschüssen vorgestellt werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7848486?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516081%2F
CDU-Bundesvorstand für Laschet als Kanzlerkandidat
«Ich bin bereit, für uns die Kandidatur zu übernehmen»: CDU-Chef Armin Laschet wollte die Entscheidung in der K-Frage bereits am Montagabend erzwingen. Erfolglos.
Nachrichten-Ticker