Verl
Corona-Impfung: Stadt Verl will helfen

Verl (gl) - Menschen über 80 Jahre gehören zu den ersten, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen können. Doch der Weg zur Impfung stellt gerade diese Altersgruppe oft vor Probleme. Die Verler Stadtverwaltung verspricht nun unkomplizierte Hilfe. Außerdem werden ehrenamtliche Helfer gesucht.

Montag, 01.02.2021, 14:42 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 15:31 Uhr

Angefangen bei der Reservierung der Impftermine, die nur telefonisch oder online möglich und durch die große Nachfrage vielfach mit langen Wartezeiten und technischen Schwierigkeiten verbunden ist, bis hin zu der Frage: Wie komme ich für die beiden Impftermine zum Impfzentrum, wenn ich nicht selbst fahren kann und niemanden habe, der den Fahrdienst übernehmen kann? Hilfe bietet jetzt die Stadt Verl an. „Viele Verler sind durch Familie, Nachbarn und Freunde gut vernetzt. Es gibt aber auch Menschen, die niemanden in ihrem Umfeld haben, der ihnen bei der Terminvereinbarung helfen oder sie zum Impfzentrum begleiten kann. Für sie ist unser Angebot gedacht, denn die Chance auf die Impfung soll nicht daran scheitern, dass jemand die Organisation alleine nicht bewältigen kann“, sagt der Erste Beigeordnete Heribert Schönauer. „Für alle, die wirklich niemand anderen haben, leisten wir daher gerne Unterstützung“, ergänzt Barbara Menne, Leiterin des Fachbereichs Soziales. 

Die Hilfe der Stadt Verl umfasst folgende Angebote: Terminvereinbarung: Wer Probleme hat, alleine seine Impftermine zu vereinbaren, kann sich ab Mittwoch, 3. Februar, unter 05246/961262 im Fachbereich Soziales bei Sandra Hasenbein melden. Wichtig: Die Termine, die dann von der Stadt im Impfzentrum vereinbart werden, sind verbindlich und können nicht mehr verändert werden. 

Fahrt zum Impfzentrum:
Wer keine andere Möglichkeit hat, das Impfzentrum des Kreises Gütersloh im ehemaligen Naafi-Shop an der Marienfelder Straße eigenständig aufzusuchen, kann einen von der Stadt organisierten Taxidienst nutzen. Der Fachbereich Soziales übernimmt die Buchung des Taxis und schickt vorab einen Taxi- Gutschein zu. Pro Fahrt wird ein Eigenanteil in Höhe von fünf Euro berechnet, der beim Fahrer zu entrichten ist. Unter bestimmten Voraussetzungen, etwa bei speziellen Krankheiten oder Behinderungen, können die Taxifahrten auch mit der Krankenkasse abgerechnet werden (nähere Infos hierzu erhalten Interessierte unter www.verl.de/corona oder telefonisch bei Sandra Hasenbein). 

Begleitung im Impfzentrum:
Für alle, die eine Begleitung für den Impfprozess im Impfzentrum benötigen, versucht der Fachbereich Soziales gemeinsam mit der Initiative „Helfende Hände für Verl“ eine ehrenamtliche Begleitung zu organisieren. Die Begleitung wird dann mit dem oder der zu impfenden Person gemeinsam im Taxi zum Impfzentrum fahren und dort – so weit möglich – an seiner beziehungsweise ihrer Seite bleiben und anschließend auch die Rückfahrt begleiten. Dafür sollten Impfwillige den Impftermin sowie den Wunsch nach Begleitung frühzeitig bei Sandra Hasenbein im Fachbereich Soziales mitteilen.

Alle Unterstützungsangebote der Stadt Verl sind – bis auf den Eigenanteil für die Taxifahrten – kostenlos. „Dank der Impfung besteht endlich begründete Hoffnung, die Corona-Pandemie zu besiegen und nach und nach zur Normalität zurückzufinden. Deshalb war es uns ganz wichtig, Möglichkeiten zu schaffen, um unseren ältesten Bürgern den Weg ins Impfzentrum zu erleichtern, wenn sie keine anderweitige Unterstützung haben“, betont Bürgermeister Michael Esken. 

Für Anfragen zu den Hilfsangeboten unter 05246/961262 ist Sandra Hasenbein ab 3. Februar zu folgenden Zeiten zu erreichen: montags bis mittwochs von 8 bis 12.30 Uhr und 14 bis 17 Uhr, donnerstags von 8 bis 12.30 Uhr und 14 bis 17.30 Uhr sowie freitags von 8 bis 12.30 Uhr. Es werden noch ehrenamtliche Begleiter gesucht. Wer helfen möchte, kann sich ab sofort bei Sandra Hasenbein unter sandra.hasenbein@verl.de melden.

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