Verl
Kapriolen in der Verler SPD

Verl (ack) - Es grummelt bei den Sozialdemokraten in Verl: Peter Heethey (64) ist nicht mehr Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtrat. Damit nicht genug: Er wird der Fraktion nicht mehr angehören. An die Spitze könnte mit Rachel Hasler rücken. Sie zieht Anfang November neu in den Stadtrat ein.

Donnerstag, 08.10.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 08.10.2020, 12:46 Uhr

„Gegenüber der Fraktion erkläre ich hiermit meinen Austritt unter Beibehaltung meines Ratsmandats. Meine Funktion als Beisitzer im Ortsverein lege ich hiermit nieder“, heißt es in einer Erklärung Heetheys. „Hintergrund meiner Entscheidung ist der Umstand, dass mir der geschäftsführende Vorstand des Ortsvereins (Elke Henkmeier, Luka Junkern und Maurice Schmidt) auf meine Nachfrage mitgeteilt hat, dass beabsichtigt sei, einen Schnitt für die Fraktion vorzunehmen und dass der Vorstand damit auf die Wahlniederlage bei der Kommunalwahl reagieren möchte“, schreibt der Jurist weiter.

Und weiter: „Es sei eine jüngere, weibliche Person, namentlich Rachel Hasler, für dieses Amt in Erwägung gezogen worden, mit der auch bereits Gespräche geführt wurden. Ferner teilte Elke Henkemeier mit, dass eine Änderung der Geschäftsordnung der Fraktion vornehmen möchte und hat hierzu auch bereits einen Entwurf gefertigt. Dieser sieht vor, dass ein Fraktionsgeschäftsführer auf ehrenamtlicher Basis etabliert wird, der die Geschäfte der Fraktion, was vorher der Fraktionsvorsitzende gemacht hat, übernehmen soll. Erstaunt war ich zunächst darüber, dass bereits Gespräche mit einer potentiellen Kandidatin geführt wurden, ohne mich dabei einzubeziehen.“

Heethey hätte zumindest erwartet, dass man mit ihm spricht und nicht hinter seinem Rücken Fakten schafft. „Offensichtlich sollte dies dann erst auf der Sitzung am Freitag passieren. Das finde ich so nicht in Ordnung. Das ist weder transparent noch fair gegenüber meiner Person. Es ist für mich auch sehr befremdlich, wenn mir jemand mein Alter vorhält und mir deretwegen Fähigkeiten absprechen will.“

Kommentare

Matthias f.  wrote: 08.10.2020 13:30
Es geht längst nicht mehr um Gleichstellung. Es geht um Privilegien.
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