Verl
Hund Alvin hat Glück im Unglück 

Kaunitz (rast) - Alvin ist ein fünf Jahre alter Bolonka-Rüde. Freundlich mit der Rute wedelnd begrüßt er die Besucher. Eigentlich macht er einen recht munteren Eindruck. Die türkise Halsbinde verrät jedoch, dass etwas nicht stimmt.

Freitag, 02.10.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 17:31 Uhr

Alvin wurde nämlich von einem anderen Hund in den Hals gebissen und musste von einem Tierarzt versorgt werden. Das Ärgerliche: Von den Besitzern des Übeltäters war weit und breit nichts zu sehen. 

Labrador läuft frei, Alvin ist angeleint

Marie Vorderbrügge geht regelmäßig mit ihrem Alvin eine Runde um den Verler See spazieren. So auch am 30. September. Begleitet wurde die 20-Jährige von einer Freundin. Es war an diesem Mittwoch gegen 17 Uhr. Eine kleine Gruppe Fahrradfahrer mit zwei bis drei Leuten sei ihnen entgegengekommen. „Wie viele es genau waren, darauf habe ich nicht geachtet. Ich habe ja nichts Böses geahnt“, erzählt Marie Vorderbrügge. 

Kurz hinter der Radgruppe sei ein schwarzer Labrador hergetrabt. Ob es eine Hündin oder ein Rüde war, kann Marie Vorderbrügge nicht sagen. Das frei laufende Tier bemerkte Alvin. Der war angeleint, schließlich herrscht am Verler See eine Leinenpflicht. Der fremde Hund kam auf Alvin zu, blieb vor ihm stehen, schnupperte kurz und packte dann ohne Vorwarnung zu, schildert Marie Vorderbrügge. Der Hund habe dann sofort von Alvin abgelassen und sei davon gelaufen. „Der Labrador wirkte nicht aggressiv. Sonst hätte ich ihn vorher abgewehrt“, so die Kaunitzer. Und es sei alles so schnell gegangen, dass sie keine Chance gehabt hätte, zu reagieren. 

Marie Vorderbrügge vermutet stark, dass der Labrador zu den Radfahrern gehört hat. Vieles hätte darauf hingedeutet. Mit Sicherheit sagen kann sie es aber nicht. Gekümmert habe die Radfahrer der Vorfall jedoch nicht. „Eigentlich hätten sie es bemerken müssen. Als er gebissen wurde, hat Alvin laut aufgejault“, erinnert sich Marie Vorderbrügge. 

Behandlung kostet 700 Euro

Zunächst haben Marie Vorderbrügge und ihre Freundin gedacht, Alvin sei mit einem Schrecken davongekommen. Am Ende des Spaziergangs bemerkten sie dann aber, dass der arme Kerl doch blutete. Dass man Alvin zuerst nichts angemerkt habe, „das lag bestimmt am Adrenalin“, vermutet die Mutter Angelika Vorderbrügge. In Delbrück wird die Familie auf der Suche nach einem Tierarzt fündig. Der Hund muss genäht werden, bekommt eine Wunddrainage, ein Antibiotikum verabreicht und Schmerztabletten. Die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sei auch wegen der Sorge um Alvin sehr unruhig gewesen, berichtet Angelika Vorderbrügge. 

700 Euro Tierarztkosten mussten die Vorderbrügges bisher bezahlen. Doch nicht nur deshalb würden sie gerne wissen, wem der Hund gehört. „Das nächste Mal ist es ein Kind, das gebissen wird“, befürchtet Angelika Vorderbrügge das Schlimmste. Auf dem Verler Ordnungsamt habe man ihr mitgeteilt, dass Anzeigen gegen unbekannt in den meisten Fällen erfolglos verliefen. Hilfreich sei es, wenn mehr Fakten gesammelt würden. 

Sollte jemand den Vorfall beobachtet haben oder den Besitzer des schwarzen Labradors kennt, kann er sich bei Familie Vorderbrügge unter 05246/931993 melden.

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