Verl
Vorträge über Arthrose, Schlaf und Pflege

Verl (gl) - Mit spannenden Themen und versierten Fachleuten geht das Verler Gesundheitsforum in die nächste Runde. Von Oktober bis März bieten die Stadt und die Volkshochschule Verl - Harsewinkel - Schloß Holte-Stukenbrock (VHS) in ihrer gemeinsamen Reihe wieder sieben Veranstaltungen an, in denen es darum geht, verschiedene Krankheitsbilder verständlich und kompakt zu erläutern und dafür zu sensibilisieren, wie sich bestimmte Krankheiten vorbeugen lassen.

Mittwoch, 09.09.2020, 14:46 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 15:31 Uhr

Die Zielgruppe: alle interessierten Bürger – gesunde Menschen, aber auch Patienten sowie Angehörige. Der Eintritt ist wie immer frei. Aufgrund der Coronaschutzbestimmungen ist diesmal jedoch die Personenzahl begrenzt. Eine Anmeldung unbedingt erforderlich.

Herausforderungen bei der Pflege von Angehörigen

Auftakt ist am 1. Oktober ab 19.30 Uhr in der Geschäftsstelle Verl der Kreissparkasse mit einer Lesung der Journalistin Ruth Schneeberger. In ihrem Buch „Mama, du bleibst bei mir“ erzählt sie, wie sie beschließt, ihre Mutter daheim zu pflegen. Dass die Mutter noch zehn Jahre leben würde, hätte niemand gedacht. Erst recht nicht, wie schön diese Jahre für beide werden würden. Am aller wenigsten aber hätte Ruth Schneeberger erwartet, mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen hat – seitens Behörden, Ärzten, Pflegern und der Krankenkasse. Dennoch macht sie Angehörigen Mut, das Wagnis häusliche Pflege einzugehen.

Am 10. November ab 19.30 Uhr ist die Neuropsychologin Prof. Dr. Katja Werheid in der Kreissparkasse zu Gast. Sie stellt ihr Buch „Nicht mehr wie immer“ vor. Dabei handelt es sich um einen Wegweiser und Ratgeber für erwachsene Kinder. Irgendwann werden die Eltern gebrechlicher und sind laut Mitteilung der Stadt zunehmend auf Hilfe angewiesen. Katja Werheid zeigt, wie Kinder für ihre Eltern da sein können, ohne sie zu bevormunden.

Belastung der Gelenke und Schlafstörungen

Um Mobilität im Alter geht es am 24. November ab 19 Uhr im Gymnasium. Durch die tägliche Belastung nutzen die Gelenke ab. Dieser Verschleiß, die sogenannte Hüft- oder Kniegelenksarthrose, kann sehr schmerzhaft sein und bis hin zur Gehunfähigkeit führen. Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wann ein künstliches Gelenk sinnvoll ist, erläutert Professor Dr. Joern Michael, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie am St.-Elisabeth-Hospital Gütersloh.

Schlafstörungen zählen zu den häufigsten Gesundheitsbeschwerden. „Dabei ist erholsamer Schlaf die Grundlage für geistige und körperliche Fitness“, schreibt die Stadt. In seinem Vortrag am 20. Januar ab 19 Uhr im Gymnasium geht Dr. Gernot Schoch, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin im St.-Elisabeth-Hospital Gütersloh, auf die Bedeutung und Struktur des gesunden Schlafs ein. Dabei beleuchtet er auch den sogenannten REM-Schlaf sowie Träume und die Verarbeitung kognitiver Prozesse in der Nacht.

Übergewicht und Herzschwäche

Die ersten paar Pfunde mehr auf der Waage erscheinen nicht wirklich schlimm. Aber was ist, wenn das Übergewicht zum ernsthaften Problem wird und den Körper krank macht? Immer mehr Menschen in Deutschland sind laut einer Mitteilung der Stadtverwaltung betroffen, immer häufiger auch Kinder und Jugendliche. Dr. Claudia Schröder-Böwingloh zeigt am 23. Februar ab 19 Uhr im Rathaus auf, wie man oft schon mit kleinen Veränderungen der Essgewohnheiten und einem Lebenswandel sinnvoll vorbeugen und Adipositas und ihre Folgeerkrankungen behandeln kann. Begleitend zu dem Vortrag wird vom 22. bis 25. Februar im Foyer des Rathauses die Ausstellung „Schwere(s)los“ gezeigt.

Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Herzschwäche. Die ernstzunehmende Krankheit gilt es, frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Denn ist das Herz zu schwach, kann das Auswirkungen auf Blutdruck, Herzschlag, Belastbarkeit und die gesamte Lebensqualität haben. Doch was genau ist eine Herzinsuffizienz und welche körperlichen Folgen können daraus entstehen? Was sind die Symptome? Und worauf kommt es an, wenn man eine Herzinsuffizienz hat? Privatdozent Dr. Detlev Baller, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie am Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen, informiert am 3. März ab 19 Uhr im Rathaus über Möglichkeiten, die Erkrankung vorzubeugen, sie zu erkennen und effektiv zu behandeln.

Vertraute Umgebung im Alter

Zum Abschluss gibt Thomas Krüger von der Awo-Wohnberatung am 10. März ab 19 Uhr im Rathaus einen Überblick über die Möglichkeiten der Wohnungsanpassung mit und ohne bauliche Veränderungen und die Finanzierung solcher Maßnahmen. Ältere Menschen möchten meist so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung selbstständig wohnen. Doch nicht immer entspricht die Wohnung den Bedürfnissen, die das Alter, eine Pflegesituation oder Behinderung mit sich bringen können. Außer den klassischen Umbaumaßnahmen, dem Einbau bodengleicher Duschwannen oder Treppenliften, gibt es eine Vielzahl weiterer Hilfsmitteln und Alltagshilfen.

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