Verl
Bäume bringen Farbe an Sender Straße

Verl (sib) - Noch im Januar hatte Bürgermeister Michael Esken (CDU) im Verkehrsausschuss gesagt: „Diese Straße ist ein Krebsgeschwür.“ Damit meinte er die Sender Straße und das Wirrwarr an Versorgungsleitungen, das unter ihr verläuft. Esken hatte damals angeregt, die Straße komplett zu sanieren - eine große Lösung also.

Freitag, 05.06.2020, 17:54 Uhr aktualisiert: 05.06.2020, 18:46 Uhr

Zumindest für den Übergang wurden jüngst Pflanzkübel und Blumensäulen dort aufgestellt, wo vorher unansehnliche Baumscheiben an die einstige Bepflanzung der Straße erinnerten – zumindest für den Übergang.

„Es gibt dringendere Baustellen“

„Bis die Straße saniert wird, kann es noch Jahre dauern“, sagte Bürgermeister Esken auf Nachfrage dieser Zeitung. Und auch wenn die Versorgungsleitungen darunter kreuz und quer liefen, sei die Straße selbst in einem guten Zustand. „Da gibt es dringendere Baustellen“, sagte Esken. Demnach sei es für den Moment richtig, dort eine Bepflanzung einzurichten, nachdem vor mehr als zwei Jahren die kranken Kastanien gefällt worden waren und eingegitterte Baumscheiben zurückließen.

Aufgestellt wurden am Donnerstag sowie am Freitagmorgen jeweils fünf 1,5 Quadratmeter große, anthrazitfarbene Pflanzkübel – zwei davon mitsamt angeschraubten Bänken. Darin stehen Amberbäume, aktuell drei, vier Meter hoch. „In den Kübeln werden sie etwa doppelt so groß“, erklärt Martin Irmer, Leiter des Verler Bauhofs und Verantwortlicher für die Bepflanzungen. In der Erde könnten die Bäume übrigens noch einmal deutlich höher werden. Ebenfalls aufgestellt wurden fünf Blumensäulen, die Farbe an die sonst vegetationsarme Sender Straße im Ortskern bringen sollen. „Sie wechseln sich mit den Pflanzkübeln ab“, sagt Irmer.

Bodendecker gepflanzt

Die Arbeiten seien nahezu abgeschlossen, betonte der Bauhofleiter am Freitagmorgen. Aktuell würden Bodendecker in die Pflanzkübel gesetzt, eventuell folgten am Montag letzte Restarbeiten. Am 25. Mai hatten Mitarbeiter der Stadt mit den Arbeiten begonnen, indem sie die Straße dort zupflasterten, wo vorher die Baumscheiben der kranken Kastanien lagen.

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