Verl
Politik entscheidet über Solaranlage

Verl (rast) - 3800 Quadratmeter Dachfläche bieten die Gebäude des neuen Bauhofs. Ideale Voraussetzungen zum Installieren einer Photovoltaikanlage. Die Kölner Genossenschaft Energiegewinner möchte dafür von der Stadt Flächen auf dem Bauhof mieten.

Dienstag, 02.06.2020, 18:30 Uhr aktualisiert: 02.06.2020, 19:01 Uhr

Der Bauausschuss vertagte das Thema jedoch in den Finanzausschuss, da es sich um eine finanzielle Angelegenheit handelt. Entschieden wird nun am Dienstag, 16. Juni, 18 Uhr, im großen Ratssaal. Die Kölner möchten eine Anlage mit einer Nennleistung von rund 117 Kilowatt errichten. Damit könnten 117 000 Kilowatt Strom jährlich erzeugt werden. Zur Realisierung des Vorhabens soll durch die Kölner Genossenschaft eine Energiegewinner Verl GmbH gegründet werden. Die Idee basiert auf einer Idee des Verler Klima-Tischs. Der wollte selber eine lokale Bürgersolargenossenschaft ins Leben rufen. Die Umsetzung habe sich jedoch als zu kompliziert erwiesen.

Direkte Bürgerbeteiligung möglich

Die Energiegewinner GmbH soll nun zur Finanzierung der lokalen Projekte nachrangige Darlehen ausgeben, die vorrangig durch Verler Bürger gezeichnet werden können. Laut Vorlage lasse sich so eine direkte Bürgerbeteiligung abbilden. Auf dem Dach des Bauhofs werden bereits zwei Photovoltaik-Anlagen betrieben. Eine mit 30 Kilowatt Nennleistung durch die Stadt. Eine zweite Bestandsanlage mit 15 Kilowatt von einem privaten Betreiber stammt vom Dach des alten Bauhofs am Westfalenweg.

Vier Alternativen zum Angebot

Damit bleibt für die Kölner eine Bruttofläche von 2100 Quadratmetern. Rund neun Quadratmeter pro Kilowatt Nennleistung werden für den Aufbau benötigt. Reicht der Platz nicht, würde die Genossenschaft eine kleinere Variante mit 55 Kilowatt errichten. Der Technische Beigeordnete Thorsten Herbst zeigte den Mitgliedern die Alternativen zu dem Angebot der Kölner Genossenschaft auf: 1. Die Fläche bleibt ungenutzt. 2. Die Fläche wird öffentlich zur Vermietung ausgeschrieben. 3. Die ursprüngliche Idee einer lokalen Bürgersolargenossenschaft wird umgesetzt. 4. Die Stadt baut eine eigene Anlage.

Und warum macht die Stadt das nicht und hat sich auf 30 Kilowatt beschränkt? „Das ist die Grenze, bis zu der der Netzbetreiber das Stromkabel kostenlos ans Gebäude legt“, erklärte Thorsten Herbst. Im Rahmen der Kostendeckelung des Baus sicher keine Option. Außerdem sei der wirtschaftliche Betrieb großer Anlagen schwierig. Auch vor dem Hintergrund, dass der Bauhof selber nur geringe Mengen Strom benötige.

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