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Abends am Wurzelansatz gießen

Herzebrock-Clarholz (gl) - Die nächste Trockenzeit kommt bestimmt: Die Gemeindeverwaltung weist darauf hin, dass es insbesondere dann notwendig ist, sinnvoll mit der Ressource Wasser umzugehen. Und die Kommune gibt Tipps, wie man den Verbrauch senken kann.

Montag, 04.05.2020, 21:45 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 22:16 Uhr

In den vergangenen Jahren habe ein teilweise dramatischer Wassermangel zu großen Schäden und zu einem Sinken der Grundwasserstände geführt. „Trockenperioden bewegen Gartenbesitzer, ihre Pflanzungen und Rasenflächen zu bewässern. Mitunter lässt sich das aber vermeiden, meist zumindest reduzieren“, sagt Uwe Schiewe vom Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt.

Der Umweltexperte der Gemeinde hat einige Tipps parat, wie Gartenbesitzer ihren persönlichen Anteil leisten können. „Zum Beispiel sollte möglichst nur abends gegossen werden.“ Tagsüber verdunste das Wasser, bevor es in tiefere Erdschichten vordringen kann. Außerdem kann Regenwasser in Tonnen gesammelt und genutzt werden. Wird ein etwas höherer Aufwand betrieben und ein unterirdischer Auffangbehälter angelegt, dann ist auch in trockenen Sommermonaten eine lange Unabhängigkeit vom Leitungswasser das Ergebnis.

Wer zu häufig gieße, fördere nur die oberflächliche Wurzelbildung und macht die Pflanzen „abhängig“. Deshalb rät Schiewe: „Besser seltener, aber intensiver gießen, dann entsteht eine gute Bewurzelung.“ Rasensprenger und Sprinkler seien sehr ineffizient. Ein großer Teil des Wassers verdunste. Effektiver sei es, die Pflanzen direkt am Wurzelansatz zu gießen oder Tropfschläuche zu verwenden. Ein Mulchen des Bodens im späten Frühjahr, wenn er warm und feucht ist, unterstütze die bessere Speicherung von Feuchtigkeit und verbessert vor allem auf sandigen Böden das Bodenklima.

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