Verl Sanierungsarbeiten im Verler Freibad

Verl (rast) -  Am  23. April soll im Verler Freibad die Badesaison eröffnet werden. „So ist es geplant“, sagt der leitende Schwimmmeister Björn Jann. Aktuell laufen die Arbeiten der zweiten Bauphase zur Sanierung des Bads. Dabei wird vor allem der Spielbereich für Kinder auf links gekrempelt.

Eine grobe Struktur ist bereits erkennbar. Im Zentrum steht das rund 90 Quadratmeter große Planschbecken. Das besteht aus zwei Becken. Das obere ist 30 Zentimeter tief. Von dort können die jungen Badegäste über eine Schräge in das untere Becken rutschen. Das ist zwölf Zentimeter tief. Noch fehlt dem Becken der Boden. „Die Edelstahlplatten müssen noch eingeschweißt werden. Dafür muss es aber mehr als 15 Grad warm sein. Sonst verziehen sich die Platten“, sagt Architekt Sascha Kirschner vom Planungsbüro Wolf. Über dem Becken wird das Sonnensegel vom alten Kinderbecken aufgehängt.

Bereits aufgestellt ist die drei Meter hohe Breitrutsche am Nichtschwimmerbecken. Die sollte eigentlich bereits im vergangenen Jahr montiert werden. Allerdings stimmten die Angebote seinerzeit nicht. „Zu teuer“, hatte es von der Stadt aus geheißen. Offensichtlich waren die Preise jetzt stimmig. „Drei Erwachsene sollten darauf nebeneinander rutschen können“, sagt Björn Jann. Unter der Rutsche befindet sich die Pumpstation, um das Spaßgerät mit Wasser zu versorgen. Die Seiten der Rutsche werden deshalb noch verkleidet. Der Bereich um die Rutsche ist bereits neu gepflastert. Die sandsteinfarbenen Steine sollen im ganzen Bad verlegt werden. Das geschieht jedoch erst in der dritten Bauphase, die nach der Badesaison Ende September beginnt. Bauleiter Janusz Rowny und Vorarbeiter Denis Renfert umreißen die neu zu pflasternde Fläche mit zirka 1200 Quadratmetern.

Im hinteren Teil des Spielbereichs ist das Piratenschiff zu sehen. Das befindet sich in dem Matschbereich. 130 Kubikmeter Sand sind in die 350 Quadratmeter große Fläche geschüttet worden. Das Angebot an Spielgeräten, mit denen Wasser gepumpt werden kann, wurde ausgeweitet. Neben einer Förderschnecke und einer Schwengelpumpe ist noch eine Spritzpumpe installiert. „Auch hier müssen die Kinder selber pumpen“, erklärt Björn Jann. Über dem Matschbereich wird ebenfalls ein Sonnensegel gespannt. Rund um Becken und Matschbereich werden für die Eltern Sitzgelegenheiten aus Betonteilen installiert. Für ausreichend Schatten wurden zudem zwölf Bäume gepflanzt.

Gut zwei Millionen Euro sind für die drei Bauphasen veranschlagt. Bei der aktuell laufenden Maßnahme kostet das Anlegen der Außenanlagen 530 000 Euro. 360 000 Euro kommen für die Rutsche und das Planschbecken hinzu.

Die Arbeiten zur Neugestaltung des Spielbereichs sind die eine Sache. Parallel muss das Freibad auf Vordermann gebracht werden. Der Winter hat seine Spuren hinterlassen. In den Becken haben sich Laub und Sand gesammelt. Stolz zeigt Björn Jann ein Bild auf seinem Handy. Im Schlick am Wassersaum ist eine 2020 zu erkennen. „Bevor wir uns an die Arbeit machen, schreiben wir traditionell die Jahreszahl auf“, erklärt der leitende Schwimmmeister lachend. Fünf Mitarbeiter sind damit beschäftigt, das Freibad fit für die Badegäste zu machen.

Gerade bearbeitet Carina Oberteicher den Beckenrand mit dem Hochdruckreiniger. Die Algen müssen entfernt werden. Unten im Becken werden Sand und Blätter zusammengekärchert. Das schafft freie Sicht auf eventuell beschädigte oder lose Fliesen. Ein normaler Vorgang, jedes Jahr müssen Kacheln ersetzt werden. Hinzu kommen die notwendigen Arbeiten an den Außenanlagen. Sechs Wochen sind noch Zeit. Bei der Fertigstellung des Kinderbereichs wird Rollrasen eingesetzt. So werden die Flächen zwischen den einzelnen Spielbereichen im Nu zur grünen Oase.

Aber auch drinnen wird fleißig gewerkelt. Diese Arbeiten finden im Rahmen der Badsanierung statt. Unter anderem wird dort eine neue Lüftungsanlage installiert. Außerdem wird der Bereich der Umkleidekabinen überarbeitet. Unter anderem kommt eine neue Beleuchtungsanlage. Außerdem wird der Eingangsbereich neu gestaltet. Im ersten Bauabschnitt, der nach der Badesaison 2018 durchgeführt wurde, hatten die Sanierung der Tribüne am Schwimmerbecken und das Anlegen eines neuen Fahrradparkplatzes auf dem Plan gestanden. Für die dritte Bauphase nach der Badesaison 2020 sind die restlichen Pflasterarbeiten im Bad sowie die Überarbeitung des Parkplatzes geplant. Es sollen mehr Autos abgestellt werden können.

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