Verl
Bürgermeister will Zentrum in Sürenheide

Verl (matt) - Der Kreis ist auf der Suche nach einem Standort für ein neues Bevölkerungsschutzzentrum. Nachdem der Spexarder Standort nach Aussage von Bernd Lütkebohle von der Freiwilligen Feuerwehr Verl aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht zur Verfügung steht, hat Bürgermeister Michael Esken dem Kreis ein Grundstück angeboten.

Sonntag, 02.02.2020, 23:30 Uhr

Nach Informationen der „Glocke“ soll sich das 20.000 Quadratmeter große Areal in Sürenheide befinden. Ob ernsthaftes Interesse vorhanden oder der Vorstoß einfach nur politisches Kalkül ist, ließ Esken offen.

Naturschutz erschwert Standortsuche

Aber Verls Bürgermeister könnte sich offenbar vorstellen, dass ein vom Kreis Gütersloh geplantes Bevölkerungsschutzzentrum auf Verler Stadtgebiet angesiedelt wird. „Wir haben ja in der Vergangenheit kräftig zugekauft“, sagte das Stadtoberhaupt auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in Verl und ließ damit die Bombe platzen.

Der Kreis sucht für ein Bevölkerungsschutzzentrum einen Standort an zentraler Stelle. Ursprünglich war geplant, einen Neubau an der Autobahnauffahrt in Spexard einzurichten. Den Planungen kommt aber der Naturschutz in die Quere. Deswegen befindet sich die Kreisbehörde auf der Suche nach Alternativen. „Und wer mich kennt, weiß, dass ich dann gern den Finger hebe“, sagte Esken vor rund 100 Feuerwehrleuten des Löschzugs Verl.

Nähe zur Autobahn 2 zentral

Zum Standort machte Esken zwar keine konkreten Angaben. Es soll sich aber im Verler Ortsteil Sürenheide befinden. Dort plant die Stadt Verl ohnehin den Bau eines dritten Feuerwehrgerätehauses für die dortige Löschgruppe.

Anforderung an einen geeigneten Standort ist laut Kreis-Beschlussvorlage vom 7. November 2019 die Nähe zur Autobahn 2 und eine Grundstücksgröße von circa zwei Hektar. Bereits am 17. Februar wollen der Kreisausschuss sowie am 2. März der Kreistag einen konkreten Standort für den Neubau vorschlagen.

Das Bevölkerungsschutzzentrum soll Einrichtungen für den Brand- und Katastrophenschutz genauso vorhalten wie ein Logistikzentrum zur Tierseuchenbekämpfung. Schulungsräume, Reserve-Rettungswagen, eine Desinfektionshalle und Lagerräume sollen in diesem Zentrum untergebracht werden.

„Nur ein zentraler Standort würde die Möglichkeit eröffnen, Komponenten für den Rettungsdienst des Kreises ab einem Standort so vorzuhalten, dass sich Wegzeiten und Bewirtschaftungskosten verringern“, lautet die Begründung. Gleichzeitig verspricht sich der Kreis Synergieeffekte durch die Bündelung an einem Ort.

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