Verl „Im Ortskern kann wieder gebaut werden“

Verl (ack) - Das Thema ist sperrig und taugt auf den ersten Blick nicht für eine spannende Geschichte: die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten. Interessant wird es, wenn es an die Umsetzung geht. Wenn Flächen nicht mehr ohne weiteres bebaut werden können. Für Verl gibt es nun eine Lösung.

Von Anonymous User

Im Februar 2015 hatte die Bezirksregierung Pläne veröffentlicht, nach denen viele Grundstücke nördlich des Rathauses künftig als Überflutungsflächen festgesetzt werden. Wie schon am Knisterbach in Sürenheide wollte die Stadt das nicht einfach hinnehmen und hat beim Berliner Büro Sieker ein hydrologisches Gutachten in Auftrag gegeben. Rund 40.000 Euro hat die Kommune dafür in die Hand genommen.

Umfangreiche Untersuchungen folgten. Dazu waren Vermessungsarbeiten erforderlich, da nicht nur der Ölbach, sondern auch in den Ölbach einleitende Gewässer berücksichtigt wurden. Dazu gehörten auch alle Durchlässe, Stauanlagen und Brücken bis in den Teutoburger Wald. Die Ergebnisse der Experten hat nun auch die Bezirksregierung Detmold anerkannt. Das Ergebnis: Künftig werden 139 Hektar als Überflutungsfläche festgesetzt, bisher waren es 126 Hektar.

Aber: Es handelt sich vor allem um Ackerland. Die neue Karte zeigt vor allem Flächen nördlich des Ölbachs, die im Fall eines Falls überschwemmt würden. Diese neuen Ergebnisse sind nicht Folge eines geänderten Wasserverlaufs, sondern der Detailarbeit des Berliner Büros. Die Experten haben einfach viel genauer hingeschaut, wie das Wasser fließen würde. Und zwar nicht auf die Bürmsche Wiese, sondern auf die nördlich des Stadtkerns gelegenen Äcker.

Die Folge: „Im Ortskern kann wieder gebaut werden“, sagt der Beigeordnete Thorsten Herbst im Gespräch mit der „Glocke“. Das gilt zum Beispiel für die Wiese auf der Ecke von Bürmann- und Poststraße, aber für viele weitere Grundstücke. Sie sind derzeit bebaut. Wenn dort aber ein Haus hätte abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden sollen, wäre es schwierig geworden.

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