Verl
Kinder ohne Impfung werden abgelehnt

Verl (ack) - In Sachen Masernschutz geht die Stadt kein Risiko ein. Am 1. März tritt das Masernschutzgesetz in Kraft. Welche Folge das für die Kita und die Kindertagespflege hat, wird am Dienstag, 25. Februar, im Jugendhilfeausschuss (18.30 Uhr, Rathaus) beraten.

Mittwoch, 19.02.2020, 18:53 Uhr

„Durch das Inkrafttreten des Masernschutzgesetzes müssen Personen, die in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut werden oder tätig sind, einen Impfschutz nachweisen“, schreibt die Stadt in einer Vorlage für den Ausschuss. Kitas fallen unter diese Regelung. Alle, die nach 1970 geboren und mindestens ein Jahr alt sind, müssen eine Impfung oder eine Immunität nachweisen. Grundsätzlich ist jeder Träger eines Kindergartens verpflichtet, das Gesetz umzusetzen.

Die Stadt will für ihre drei Einrichtungen restriktiv vorgehen, heißt es in der Vorlage. So werden Betreuungs- und Arbeitsverträge mit Wirkung ab dem 1. März nur noch geschlossen, wenn der Impfnachweis vorliegt, beziehungsweise eine ausreichende Immunität nachgewiesen wird. Wer schon in der Kita tätig ist, hat bis zum 31. Juli 2021 Zeit, einen Nachweis vorzulegen. Das ist eine Übergangsfrist, die auch im Gesetz genannt wird. Gleiches gilt für Kinder, die schon betreut werden.

„Wer keinen Nachweis vorlegt, darf weder in den betroffenen Einrichtungen betreut, noch in diesen tätig werden. Bei Verstößen gegen das Masernschutzgesetz sind die Gesundheitsämter zu informieren“, schreibt die Verwaltung. Das heißt: Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen, müssten sich nach einer anderen Betreuungsmöglichkeit umsehen. Die Stadt will die Eltern und Tagesmütter noch einmal anschreiben und detailliert informieren.

„Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten beim Menschen“, schreibt die Stadt in der Vorlage. Gerade bei Kleinkindern unter fünf Jahren und Erwachsenen könnten Masern zu schweren Komplikationen führen. Dazu gehörten Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen und Durchfälle. Mit verschiedenen Maßnahmen sei in Deutschland versucht worden, die Impfquoten zu steigern. Ohne Erfolg. Es gebe immer noch Impflücken in allen Altersgruppen.

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