Verl
Gründerzentrum soll neben Mühle stehen

Verl (ack) - Es ist eine Lösung für die Alte Dorfmühle in Sicht: Neben dem denkmalgeschützten Haus soll ein Gebäude errichtet werden, das Gründerzentrum, Mint-Technikum und Ausbildungszentrum Bang beherbergen soll. Die Mühle soll an den Neubau angeschlossen werden und als Café genutzt werden.

Dienstag, 25.02.2020, 18:35 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 10:52 Uhr

Der Arbeitstitel des Projekts: Gründer- und Bildungsmühle. Über die Pläne hat Bürgermeister Michael Esken (CDU) am Dienstag erst die Fraktionsvorsitzenden der im Stadtrat vertretenen Parteien und im Anschluss die Presse informiert.

Weg zu den Parkplätzen soll verlegt werden

Gibt die Politik grünes Licht, könnte es mit der Umsetzung ganz schnell gehen. Denn das Architekturbüro Wischke und Send hat schon eine erste Studie für das Projekt angefertigt. Der Weg, der derzeit zu den Parkplätzen am Friedhof führt, soll verlegt werden. Und zwar an den Rand des Areals. Diese Maßnahme ist notwendig, um Platz für den Neubau zu schaffen. 2022 könnte Eröffnung gefeiert werden.

Die Pläne des Büros Wischke und Send sehen einen Komplex mit drei Vollgeschossen vor. Optional könnte noch ein Staffelgeschoss mit Apartments für die Firmengründer errichtet werden. Insgesamt ist das Grundstück, um das es geht, 2165 Quadratmeter groß. Wie die Mühle auch, ist es im Besitz des Landwirts Christian Wester-Ebbinghaus. Mit ihm hat sich Michael Esken verständigt: Der Plan sieht vor, dass die Stadt die Fläche wie auch die Mühle im Erbbaurecht für 66 Jahre übernimmt. Die Stadt würde dann sowohl den Neubau als auch die Sanierung der Mühle übernehmen.

Gebäude für alle Parteien

„Ein Verhandlungsergebnis, das ich richtig gut finde“, sagt Bürgermeister Michael Esken. Er hat in den vergangenen Wochen alle Beteiligten an einen Tisch gebracht. Und das sind einige. Ausgangspunkt war ein Beschluss im Zuge der Beratungen für den Haushalt 2019: FDP und CDU hatten die Schaffung eines Gründerzentrums angeregt.

Hinzu kam, dass im vergangenen Jahr Markus Kamann, Geschäftsführer des Ausbildungsnetzwerks Bang, auf die Stadt zukam. Der Standort in der ehemaligen Taschenfabrik am Papendiek in Verl ist zu klein. Und auch über eine Verlagerung des Mint-Technikums, das ebenfalls am Papendiek untergebracht ist, in die Nähe des Schulzentrums wurde schon länger diskutiert. Und so entstand die Idee mit dem Gebäude für alle Parteien am Friedhofsweg.

Mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen

Aus Sicht von Michael Esken würden mit der Realisierung der Pläne mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: mehr Platz für das Ausbildungszentrum, Schaffung eines Raums für Gründer und – vor allem – eine Lösung für die Alte Dorfmühle. Derzeit steht das Gebäude leer.

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