150 Kaunitzer im Hubertus-Schützenheim begeistert vom tollen Pokalkampf des SCV „Heute sind wir alle Verler!“

Verl-Kaunitz (WB), Fünf Minuten vor dem Abpfiff stellte sich nicht nur Franz Erichlandwehr frohlockend auf eine Verlängerung ein. „Die hätte der SC Verl auch verdient“, zeigt sich der frühere Betreuer des FC Kaunitz schwer beeindruckt von der bis dahin famosen Vorstellung des DFB-Pokal-Außenseiters gegen Bundesligist Union Berlin.

Von Uwe Caspar
Freuen sich über den bärenstarken Pokalauftritt des SC Verl: Die Kaunitzer Ferdi Kläsener (von links), Klaus Füchtjohann, Katharina Esken und Peter Johann Vorderbrüggen. 150 Besucher verfolgen im Hubertus-Schützenheim das superspannende Spiel.
Freuen sich über den bärenstarken Pokalauftritt des SC Verl: Die Kaunitzer Ferdi Kläsener (von links), Klaus Füchtjohann, Katharina Esken und Peter Johann Vorderbrüggen. 150 Besucher verfolgen im Hubertus-Schützenheim das superspannende Spiel. Foto: Uwe Caspar

 Doch dann geht ein kollektives Aufstöhnen durch das Vereinsheim der Hubertus-Schützenbruderschaft: Mit einem fulminanten Distanzschuss zum 0:1 zerstört der Berliner Robert Andrich alle Hoffnungen des Fußball-Regionalligisten auf den Einzug in die nächste Runde. Franz Erichlandwehr ist fassungslos, schlägt entsetzt die Hände vors Gesicht.

150 Besucher sehen Pokalkrimi

Mit ihm verfolgen rund 150 Besucher – die meisten aus Kaunitz – den Pokalkrimi. Florian Fröhleke, der zusammen mit den Hubertus-Jungschützen das Event organisiert hat, spricht zu Recht von einer „gelungenen Veranstaltung“. Es ist die erste dieser Art im Klubhaus am Alten Postweg. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Verl und dem Sport-Club habe prima geklappt, stellt Fröhleke zufrieden fest. Seine Gäste sind auch von der Technik angetan: Auf einer riesigen Leinwand flimmert der Poststraßen-Pokalknaller in höchster Bildqualität, und aus den Lautsprechern donnert die Stimme des Sky-Kommentators.

„Heute sind wird alle Verler“, drücken die nebeneinander sitzenden Kaunitzer Ferdi Kläsener, Klaus Füchtjohann, Katharina Esken und Peter Johann Vorderbrüggen dem Viertligisten kräftig die Daumen. Füchtjohann ist schon über das (torlose) Halbzeitergebnis total begeistert und meint: „Egal, wie das Spiel ausgeht: Bereits das 0:0 werte ich als Riesenerfolg für den SCV, der heute einfach super drauf ist.“ Das Quartett wäre nur allzu gern live dabei gewesen: „Wir haben aber leider keine Eintrittskarten bekommen.“

Gewinn kommt den Jungschützen zugute

Auch die in Bornholte wohnenden Friedhelm Kammertöns und Udo Gries sind diesbezüglich – wie viele andere Fußballfans – leer ausgegangen. Doch nah dran am superspannenden Geschehen sind beide auch im gut gefüllten Hubertus-Schützenheim, in das maximal 200 Leute passen. „Ich hätte nie gedacht, dass die Verler so stark spielen würden“, staunt Gries über das beherzte Auftreten der Hausherren.

Den Abend haben die ausrichtenden Schützen als „Gemeinsames Schauen“ betitelt. „Denn den neuerdings urheberrechtlich geschützten Begriff ­Public Viewing dürfen wir ja nicht mehr verwenden“, erläutert Florian Fröhleke. Eintrittsgeld für das Kollektiv-Gucken wird nicht erhoben, stattdessen erbitten die Veranstalter eine Spende von den Besuchern. Die meisten machen das auch. Zusätzliches Geld bringt der Verkauf von Getränken und Bockwürstchen. Eine Verlängerung der Pokalpartie hätten auch die Gastgeber bejubelt – dann wäre der Umsatz noch besser gewesen. Der Gewinn kommt den Jungschützen zugute. ­­

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