Stadt erarbeitet Mobilitätskonzept
Verls Verkehr in die richtigen Bahnen lenken

Verl (WB). Wie bewegt sich Verl in 20 Jahren? Zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit (Bürger-) Bus, Bahn oder mit dem (E-) Auto? Die Stadt will ein Mobilitätskonzept aufstellen, um den Verler Verkehr in die richtigen Bahnen lenken zu können. 150.000 Euro werden dafür in diesem Jahr bereitgestellt.

Donnerstag, 06.02.2020, 07:45 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 07:50 Uhr

Ideen für Integriertes Mobilitätskonzept vorgestellt

Mobilitätsmanagerin Andrea Willebrand stellte ihre Ideen für so ein Integriertes Mobilitätskonzept (IMOK) im Straßen-, Wege- und Verkehrsausschuss vor. „Integriert deswegen, weil es alle Möglichkeiten der Mobilität berücksichtigen soll“, ergänzte Beigeordneter Thorsten Herbst.

Andrea Willebrand möchte zunächst den Bestand erfassen. Dazu soll der Fuß-, Rad- und Autoverkehr ebenso erhoben werden wie der ÖPNV. Darüber hinaus sollen die Haushalte befragt werden, wie sich die Bürger bewegen. Wie die Mobilitätsmanagerin ausführt, werden zur Erarbeitung der langfristigen Ziele und Strategien für Verls zukünftige Verkehrsentwicklung bis 2030 auch vorhandene Konzepte berücksichtigt. Dazu gehören das Klimaschutzkonzept (2014), Gutachten zum Rad- und Fußverkehr (2015), zum ÖPNV (2017), das Stadtentwicklungskonzept 2010 (2018), der Verkehrsentwicklungsplan 2005 bis 2020 (2008), lokale Pläne wie die Dorfentwicklungskonzepte, die Entwicklungsstudie Eiserstraße, die Überlegungen zum Verler See sowie regionale Pläne wie die Mobilitätsstrategien des Kreises (2016) und für OWL (2019). Wichtige Aspekte sind auch die Anforderungen des Klimaschutzes, der Nachhaltigkeit und des demografischen Wandels.

Stadt möchte fußgänger- und fahrradfreundlich werden

Konkret nennt Willebrand bereits Ziele wie den neu gestalteten Marktplatz als Haupteinzugsgebiet im Zuge der TWE-Reaktivierung, die Einbindung der Ortsteile oder die Überprüfung der Hauptstraße. Die Optimierung des ÖPNV sowie die Vernetzung der TWE und die Einbindung der „Zukunftsbahn OWL“ zwischen Verl und Hövelhof werden ebenso berücksichtigt wie die starken Pendlerströme nach Verl als Arbeitgeber-Standort. Die Stadt möchte fußgänger- und fahrradfreundlich werden – auch das muss laut Willebrand ins IMOK aufgenommen werden.

Konzept wird mit einem Euro pro Einwohner gefördert

Zur Erarbeitung der langfristigen Ziele möchte Andrea Willebrand in den nächsten zwei Jahren Verwaltung, Politik und vor allem Bürger mit auf die Reise nehmen. Deswegen schlägt sie Bürgerversammlungen und Runde Tische vor, außerdem sollen die Verler die Möglichkeit bekommen, ihre Ideen digital einzubringen. Das Konzept wird mit einem Euro pro Einwohner gefördert.

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