Bürgermeister bringt Alternative zu Spexard ins Gespräch – Baustart in Sürenheide 2021
Esken will die Kreisfeuerwehrschule

Verl (WB). Mit einer faustdicken Überraschung hat Michael Esken bei der Jahreshauptversammlung des Verler Löschzuges der Freiwilligen Feuerwehr aufgewartet. Der Bürgermeister möchte die Kreisfeuerwehrschule nach Verl holen, ein entsprechendes Grundstück sei dem Kreis Gütersloh schon angeboten worden.

Montag, 03.02.2020, 07:45 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 07:50 Uhr
Bürgermeister Michael Esken (links) ehrte die Jubilare (von links) Manfred Venker, Kuno Jakobebbinghaus, Helmut Bartsch, Norbert Hartkemper und Theo Oesterwinter. „Die Stadt hat eine ganz tolle Truppe“, lobte Esken die Feuerwehr. Foto: Andreas Berenbrinker

Standort in St. Vit genügt den Ansprüchen nicht mehr

Der bisherige Standort der Kreisfeuerwehrschule in St. Vit genügt den Ansprüchen nicht mehr, Planungen sehen seit gut zwei Jahren vor, ein neues großes Bevölkerungsschutzzentrum in unmittelbarer Nähe zur Autobahn 2 auf einer unter Naturschutz stehenden Feuchtwiese in Gütersloh-Spexard zu bauen. Laut Michael Esken sei dieser Plan schwer zu verwirklichen, daher plädiert er für eine Alternative in Verl. Ein von der Stadt erworbenes Grundstück habe man dem Kreis Gütersloh bereits angeboten. „Das könnte machbar sein“, so Esken, der den Druck auf den Kreis erhöhen will. Zum genauem Standort wollte der Bürgermeister noch keine Angaben machen, „aber das Grundstück liegt natürlich nicht in Kaunitz“. Die Nähe zur Autobahn sei eine Voraussetzung.

Geräteschuppen, Fahrradunterstand und Erneuerung des Treppenaufgangs

Michael Esken hielt noch weitere Neuigkeiten für die Kameradinnen und Kameraden des Verler Löschzuges parat. Der Architektenwettbewerb für das neue Gerätehaus in Sürenheide wird in diesem Jahr stattfinden, 2021 soll mit dem Bau auf dem von der Stadt gekauften Grundstück an der Ecke Thaddäussstraße/Breslauer Straße begonnen werden. Ferner stellte Esken einen Geräteschuppen, einen Fahrradunterstand sowie die Erneuerung des Treppenaufgangs im Verler Gerätehaus in Aussicht. Außerdem werden ein Mannschaftstransportwagen sowie ein Mehrzweckfahrzeug im Industriegebiet an der Eiserstraße fest installiert, um kürzere Wege und schnellere Einsatzbereitschaft zu ermöglichen.

Die Stadt hat eine ganz tolle Truppe.

Bürgermeister Michael Esken

„Die Stadt hat eine ganz tolle Truppe“, lobte Esken die Feuerwehr und stellte heraus, dass die Kommune die Hardware gerne zur Verfügung stelle. So sei es auch möglich gewesen, für 2020 ein neues Löschgruppenfahrzeug anzuschaffen. Bereits 2019 habe man eine neue Drehleiter gekauft, die ausrangierte Drehleiter wird im Frühjahr diesen Jahres für den symbolischen Preis von zwei Euro an die Feuerwehr in Verls Partnerstadt Annaburg übergeben.

Ansehen der Feuerwehr in der Bevölkerung ist weiterhin hoch

Löschzugführer Raphael Fortkord, der das Amt vor einem Jahr von Erwin Kleinemeier übernahm, sprach von einem intensiven Jahr: „Ich bin stolz, so viele zuverlässige Leute zu haben. Der Löschzug funktioniert und zeigt beeindruckende Leistungen.“ Fortkord betonte, dass das Ansehen der Feuerwehr in der Bevölkerung hoch sei und bedankte sich für das Vertrauen, seine Stellvertreter Timo Helfbernd und Dirk Späte schloss er hier explizit ein. Es habe aber auch traurige Momente gegeben, gleich drei aktive Kameraden seien im vergangenem Jahr gestorben. Der Feuerwehr-Seelsorger Pastor Jens Hoffmann erinnerte an die Verstorbenen Christian Johanntokrax, Udo Müscher und Andreas Wiesemann. Wie auf alle anderen Kameradinnen und Kameraden habe man sich immer auf sie verlassen können.

Zuwachs von gleich 14 neuen Aktiven

Große Freude herrscht beim Löschzug über den Zuwachs von gleich 14 neuen Aktiven. „Mund-zu-Mund-Propaganda ist hier das wirksamste Mittel und besser als jede Kampagne“, so Raphael Fortkord, der sich für die Zukunft weitere Neuzugänge, gerne auch mehr Frauen, wünscht. Aufmerksamkeit erregen soll bald ein Bus der Firma Apelmeier, auf dem die Freiwillige Feuerwehr ein Werbeplakat aufdrucken lassen wird.

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