Lawrent Mbemba (25) konnte mit Hilfe des Malawi-Projekts eine Ausbildung machen
Ein persönliches Dankeschön

Verl-Kaunitz (WB/du). Seit vielen Jahren unterstützen die Verler das Malawi-Projekt. Wenn die Spender aus erster Hand erfahren möchten, was ihre Hilfe vor Ort bewirkt, sollten sie sich den Malawi-Punsch (siehe Kasten) nicht entgehen lassen. Zwei Gäste aus dem ostafrikanischen Land sind am Samstagabend dabei.

Donnerstag, 09.01.2020, 07:45 Uhr aktualisiert: 09.01.2020, 07:50 Uhr

Father Robert Songa aus der Karonga-Diözese und Lawrent Mbemba, einer der geförderten Jugendlichen, werden auf Einladung der Katholischen Kirchengemeinde Kaunitz berichten. Der 25-Jährige erklärt, was das Projekt für ihn und andere bedeutet.

Ausbildung zum medizinisch-klinischen Assistenten in Malawi

Lawrent Mbemba gehört zu den Jugendlichen, denen das Projekt in Malawi den Schulbesuch und eine Ausbildung ermöglicht. Im August 2019 hat er seine Ausbildung zum medizinisch-klinischen Assistenten in Malawi erfolgreich beendet. Derzeit ist er für ein Soziales Jahr in Köln.

Möglich war das über ein Austauschprogramm von Misereor. Aus Deutschland gehen viele Jugendliche für ein Jahr nach Afrika, für malawische Jugendliche ist die Reise nach Deutschland quasi unmöglich. Damit es nicht beim einseitigen Austausch bleibt, hat Misereor ein Programm für afrikanische Jugendliche erarbeitet. Lawrent hat sich dort beworben und arbeitet jetzt mit einem weiteren Jugendlichen aus Sambia bei der Caritas in Köln.

Dass es gerade einer unserer Schüler ist, ist ein großer Glücksfall.

Elisabeth Maasjost

„Dass es gerade einer unserer Schüler ist, ist ein großer Glücksfall“, sagt Elisabeth Maasjost vom Malawi-Projekt. Der junge Mann aus Malawi wird im August in seine Heimat zurückkehren und sich dort an Krankenhäusern weiterqualifizieren.

In Deutschland   hat Lawrent Mbemba das erste Mal in seinem Leben auf einem Pferd gesessen, das Haus am Stein in Kaunitz besucht, Weihnachtsmärkte kennen gelernt, Gottesdienste besucht und etwas Deutsch gelernt.

Schulgeld beträgt zwischen 120 und 500 Euro pro Jahr

Das Malawi-Projekt fördert die Schüler mit Schulgeld. Mbemba gehört zu der ersten Gruppe und hat jetzt mit weiteren zehn seinen Abschluss gemacht. Bisher hat das Team um Elisabeth Maasjost etwa 50 jungen Menschen eine Ausbildung ermöglicht und beispielsweise das Schulgeld – zwischen 120 und 500 Euro pro Jahr (je nach Schule und Ausbildung) – übernommen. Für afrikanische Familien bei einem Durchschnittseinkommen von einem Euro pro Tag ist das ein Vermögen. Viele junge Menschen stehen noch auf Warteliste des Malawi-Projekts.

Projekt unterstützt auch 30 arme Familien in der Landwirtschaft

Aktuell unterstützt das Projekt 30 Jugendliche unterschiedlicher Schulen. Insgesamt hat sie bereits 60 jungen Menschen den Schulbesuch ermöglicht. Neben Bildung unterstützt das Projekt auch 30 arme Familien in der Landwirtschaft, hat Rinder, Schweine und Saatgut gekauft sowie Workshops zur Herstellung von Kompostdünger finanziert. Darüber hinaus unterstützen Maasjost und ihr Team Computerkurse. „Durch Spenden konnten wir schon mehr als 130 Computer und Laptops nach Malawi schicken“, sagt sie.

Ein dritter Schwerpunkt sei die Nachhaltigkeit. Im vergangenen Jahr seine 10.000 Baumsetzlinge angeschafft worden, bei der jüngsten Reise habe man in einer großen Aktion Müll gesammelt.

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