Verl: Ausbaupläne an der Henkenstraße stoßen auf Kritik des Naturschutzbeirates Arvato sucht mehr Platz für Spielzeug

Verl (WB). Das Lager des Weihnachtsmanns steht an der Henkenstraße in Verl-Bornholte. Hier nutzt er das logistische Know-How der Bertelsmann-Tochter Arvato, um Kindern das Spielzeug zu bringen, das sie sich wünschen.

Von Stephan Rechlin
Aus diesem Lager an der Henkenstraße in Verl-Bornholte holt der Weihnachtsmann das ganze Spielzeug.
Aus diesem Lager an der Henkenstraße in Verl-Bornholte holt der Weihnachtsmann das ganze Spielzeug. Foto: Stephan Rechlin

Arvato nutzt ein Firmengrundstück der Firma Heroal. Der Gebäudekomplex existiert in wesentlichen Teilen seit den neunziger Jahren. Von hier aus werden Verpackungseinheiten für den Einzelhandel, nicht für den Endkunden zusammengestellt. Einige Spieleverlage haben mit Arvato exklusive Verträge für die Auslieferung und Verteilung ihrer Waren. Dazu wird auch Ware aus anderen Warenlägern angeliefert und Teile des Lagerbestandes in andere Läger verteilt.

Der Komplex weist eine Gebäudefläche von 47.463 Quadratmetern plus 15.944 Quadratmeter befestigte Hoffläche auf. Jetzt benötigt Arvato mehr Platz. In zwei Bauabschnitten soll eine neue Halle mit einer Gesamtgröße von 8.661 Quadratmetern Grundfläche mit neuer Umfahrt und Anlieferfläche angebaut werden, die den Komplex im Süden in die Landschaft erweitert.

Ziel der Erweiterung ist im ersten Bauabschnitt eine Konzentration aller heutigen Wareneingänge in Verl, im zweiten Bauabschnitt die Lagerkapazität für eine Erweiterung durch neue Kunden zu schaffen, ohne Außenläger nutzen zu müssen. Zu Spitzenzeiten, etwa vor dem Weihnachtsgeschäft, wird derzeit ein Zweischichtbetrieb mit 250 Mitarbeitern gefahren.

Aus Sicht der Unteren Naturschutzbehörde wird eine zusätzliche Erweiterung an diesem Außenbereichsstandort, der mitten in einem biotopkartierten Bereich liegt und in die Landschaft hineinragt, kritisch gesehen. Daher wurden bereits mehrere Gespräche mit Vertretern der Firmen Arvato und Heroal sowie der Stadt Verl um zu prüfen, ob der Eingriff in Natur und Landschaft durch eine höhere Bauweise auf geringerer Grundfläche und durch eine verbesserte Eingrünung verringert werden kann. Der Beirat der Unteren Naturschutzbehörde berät am Mittwoch, 4. Dezember, ab 15 Uhr im Kreishaus Rheda-Wiedenbrück, Sitzungssaal 2, darüber.

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