Kaunitz: Gerätehaus ist noch eine Baustelle, der Löschzug aber schon umgezogen „Zu 100 Prozent einsatzbereit“

Verl-Kaunitz (WB). Was sich am frühen Freitagabend mitten in Kaunitz abgespielt hat, das war kein Feuerwehreinsatz. Es war auch keine Übung. Nein, die Aktiven des Löschzugs Kaunitz sind ins neue Gerätehaus umgezogen – einmal quer über die Straße.

Von Stefan Lind
Fototermin am roten Hydranten: Bürgermeister Michael Esken freut sich zusammen mit Marcel Busche (links) und Dirk Costantino vom Löschzug Kaunitz darüber, dass das neue Gerätehaus an der Paderborner Straße in Kaunitz bezugsfertig ist.
Fototermin am roten Hydranten: Bürgermeister Michael Esken freut sich zusammen mit Marcel Busche (links) und Dirk Costantino vom Löschzug Kaunitz darüber, dass das neue Gerätehaus an der Paderborner Straße in Kaunitz bezugsfertig ist. Foto: Stefan Lind

Mit der Verlegung der sechs Fahrzeuge an die neue Adresse Paderborner Straße 401, verbunden mit einem kleinen Schlenker über den benachbarten Kreisverkehr, ist der Umzug offiziell abgeschlossen – wenn auch die offizielle Einweihung noch auf sich warten lässt, wie Löschzugführer Marcel Busche am Freitag bei einem Pressetermin erläuterte. Die soll am 29. März des kommenden Jahres über die Bühne gehen. Derzeit gebe es noch genug einzuräumen und herzurichten.

Es ist also ein „Einzug in eine Baustelle“, wie es Verls Bürgermeister Michael Esken formulierte. Aber, und das ist Busche wie seinem Amtsvorgänger Dirk Costantino wichtig, „die Einsatzbereitschaft ist auch an dem neuen Standort von Anfang an zu 100 Prozent sichergestellt.“ Wer sich genau umschaut, der sieht schnell, was noch getan werden muss. Es sind große Aufgaben wie die Installation der Atemschutzwerkstatt, aber auch Kleinigkeiten: Der Briefkasten fehlt noch.

Offizielle Eröffnung am 29. März

Esken erinnerte in einem kleinen Rückblick daran, dass erst geplant gewesen war, das alte Feuerwehrgerätehaus abzureißen und genau dort den Neubau zu errichten. Dann aber habe man die Pläne geändert, „so dass wir direkt gegenüber in Ruhe bauen konnten.“ Baubeginn war im Juli 2018, die feierliche Grundsteinlegung folgte im Oktober des vergangenen Jahres, Richtfest war vor ein paar Monaten im April. Ein Jahr und drei Monate hat es insgesamt bis zum Einzug gedauert, und, darauf weist der Bürgermeister besonders gerne hin: „Wir haben den Kostenrahmen eingehalten.“ Soll heißen: Im November 2017 war im Rat bei der Präsentation der Architektenpläne von 4,5 Millionen Euro die Rede gewesen, und dabei ist es auch geblieben.

Das Gebäude ist unterteilt. Eingeschossig ist die Fahrzeughalle mit Werkstätten, Lagerräumen, einer Waschhalle und der Heizzentrale. In der Halle sind sechs Stellplätze für die vorhandenen Fahrzeuge, bei Bedarf kann auch ohne größeren Aufwand noch ein siebter eingerichtet werden.

Der zweigeschossige Gebäudeteil bietet Umkleiden, Toiletten, Sanitärräume und Verwaltung im Erdgeschoss sowie einen Schulungsraum mit Teeküche, Toiletten, Nebenräumen und einer Dachterrasse im Obergeschoss. Neben dem neuen Gerätehaus sind 38 Pkw-Stellplätze und eine Übungsfläche. Insgesamt bietet das Gebäude eine Grundfläche von rund 1200 Quadratmetern.

Das in Kürze leer stehende alte Gerätehaus soll verschwinden. Die Abrissarbeiten beginnen im Januar. Die Firma Rieländer will dort mit ihrem Elli-Markt hinziehen. Das ermöglicht einer Vergrößerung der bisherigen Verkaufsfläche von 600 auf 1500 Quadratmeter. Baubeginn wird im Frühjahr sein. Die Eröffnung ist für Ende 2020 vorgesehen. Was an die Stelle des dann ausgedienten Elli-Marktes kommen soll, stehe noch nicht fest, so Michael Esken.

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