Claudia Johanntokrax hat die Gruppe »Verler Steine« gegründet Verl soll »stein-reich« werden

Verl (WB). Verl ist eine reiche Stadt, nun soll sie sogar steinreich werden. Das ist das Ziel von Claudia Johanntokrax. Sie hat die Facebook-Gruppe »Verler Steine« gegründet und möchte den Bürgern gerne ein Lächeln ins Gesicht zaubern. »Die Stadt soll bunt werden«, sagt die Sürenheiderin.

Von Andreas Berenbrinker
Claudia Johanntokrax hat die Gruppe »Verler Steine« gegründet und möchte Spaziergängern ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Bei der Gestaltung der kleinen Kiesel ist Fantasie gefragt. Die Kieselaktion soll sich nicht auf eine Stadt beschränken.
Claudia Johanntokrax hat die Gruppe »Verler Steine« gegründet und möchte Spaziergängern ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Bei der Gestaltung der kleinen Kiesel ist Fantasie gefragt. Die Kieselaktion soll sich nicht auf eine Stadt beschränken. Foto: Andreas Berenbrinker

Seit einigen Monaten schwappt eine Bewegung durch die sozialen Medien, die aber keinesfalls zum Hocken vor dem Computer oder dem Smartphone animieren soll. Auf Facebook werden bunte Steine gepostet, die in der Natur »ausgewildert« und von anderen Passanten und Spaziergängern gefunden werden.

Claudia Johanntokrax (37) hat die »Verler Steine« gegründet

In der Kreisstadt gibt es die »Gütsel Stones«, es gibt die »Haller Steine« und für das ganze Bundesland die »NRW Stones«. Claudia Johanntokrax (37) hat nun die »Verler Steine« gegründet.

Das Prinzip ist so einfach wie genial und nett. Jeder ist aufgerufen, ganz normale Steine bunt anzumalen und irgendwo abzulegen. »Zum Bemalen nutze ich spezielle Stifte für Steinmalerei oder Acryl«, sagt Johanntokrax. Damit die Farben bei Wind und Wetter nicht verwischen, sprüht sie die bemalten Steine am Schluss mit umweltfreundlichem Klarlack ein. Die Steine legt sie dann irgendwo im Stadtgebiet ab.

»Anne Lies« wurde schon ein Stein in den Schoß gelegt

»Am Verler See, in Kaunitz und in Sürenheide habe ich schon Steine ausgewildert«, sagt die Bürokauffrau. Und auch »Anne Lies«, der Alltagsmensch an der Verler Bibliothek, habe schon einen Stein in den Schoß gelegt bekommen. Wenn jemand die Steine findet, darf er oder sie ihn anderswo verstecken oder auch behalten. »Es ist doch schön, wenn die bunten Steine irgendwo eine Heimat finden«, sieht Claudia Johanntokrax es nicht so eng, wenn die Steine nicht mehr im Umlauf sind. Bestenfalls sollten die kleinen Kiesel auf der Facebook-Seite »Verler Steine« gepostet werden. Johanntokrax: »Dann sieht man, wie die Steine rumkommen.« Das ist aber keine Pflicht, schließlich sei ja auch nicht jeder bei Facebook angemeldet.

Aktion ist nicht auf das Verler Stadtgebiet beschränkt

Claudia Johanntokrax stellt klar, dass sich die Aktion keineswegs auf das Verler Stadtgebiet beschränken soll. »Die Verler Steine können überall abgelegt werden.« Zuletzt habe sie selbst einen Stein in Hamburg gelassen. Bei der Gestaltung der Steine ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt. »Wichtig ist aber, dass man deutlich macht, dass es sich um Verler Steine handelt und man den Stein bei Interesse auf Facebook posten soll.« Daher sollte jeder Stein beschriftet sein.

Den letzten Antrieb, eine »Verler-Steine«-Gruppe zu gründen, hatte Johanntokrax bei einem Spaziergang in Hiddenhausen. Gemeinsam mit Sohn Tim (5) fand sie einen »Hidden­stein«. Mama und Sohnemann waren so begeistert, dass sie die Idee nach Verl holten. Ein positiver Nebeneffekt sei, dass man »Kinder vor die Tür bekommt«, so Johanntokrax. »Der Anreiz für einen Spaziergang ist so einfach größer«, lächelt sie.

Weitere Informationen, Maltipps und Fotos gibt es in der Facebook-Gruppe »Verler Stein«. Jeder Interessierte ist eingeladen mitzumachen.

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