Stadtwerk Verl zieht in den Anbau des Bahnhofsgebäudes um
Endlich in eigenen Räumen

Verl (WB). Pünktlich zum Monatsbeginn hat das Stadtwerk Verl am Dienstag sei neues Domizil in den Räumen der ehemaligen Bahnhofsgaststätte bezogen.

Mittwoch, 02.10.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 08:01 Uhr
Vertriebsleiter Dennis Banze, Winfried Egbringhoff (Gebäudemanagement) und Bürgermeister Michael Esken (von links) stoßen auf die neuen Räume an. Mit von der Partie sind auch Geschäftsführer Stefan Lütgemeier, Erster Beigeordneter Heribert Schönauer, der Steinhagener Kämmerer Jens Hahn und Steinhagens Bürgermeister Klaus Besser (im Hintergrund). Foto: Matthias Kleemann

Wo in der Pizzeria Arturo bis vor drei Jahren noch Teigwaren und Antipasti zubereitet wurden, ist jetzt ein großer Besprechungsraum mit Beamer und Leinwand. Man sei anfangs skeptisch gewesen, ob es gelingen würde, die ganzen Gaststätten-Gerüche aus den Räumen herauszubekommen, sagte Winfried Egbringhoff, Leiter des Fachbereichs Gebäudemanagement. Doch weil viele der Wände verkleidet waren, sei es am Ende nicht so schwierig gewesen.

»Es war ein bisschen zum Fürchten.«

Winfried Egbringhoff

Wie zu erwarten gewesen, habe das hundertjährige Gebäude so einige Überraschungen bereit gehalten. Ein Wunder, dass es nicht schon abgebrannt ist, habe einer der Handwerker geäußert. »Es war ein bisschen zum Fürchten«, so Egbringhoff.

Auf 160 Quadratmeter Grundfläche gibt es neben dem Besprechungsraum zwei Büros und einen großen Raum mit Tresen und Schreibtischen für die Kundenbetreuung, sowie einer Ausstellungsfläche für das örtliche Handwerk.

Der gesamte Gebäudeteil ist unterkellert. Im Obergeschoss befindet sich eine Mietwohnung, die vorläufig nicht gebraucht wird. Baubeginn war im Mai dieses Jahres, eigentlich sollte alles schon zum 1. September fertig sein, hat sich dann jedoch etwas verzögert. Genaue Baukosten wollte niemand nennen, doch es sei wohl nicht teurer geworden als 200.000 Euro, meinte Egbringhoff.

Gar nicht so einfach

Das Stadtwerk Verl wurde 2013 gegründet und hatte seinen Sitz seitdem in einem Ladenlokal an der Paderborner Straße. Weil der Platz dort nicht mehr ausreichte, und weil es doch einfacher sei, die Geschäftsräume in einer Immobilie unterzubringen, die der Stadt gehört, wurde der Umzug in den Anbau des Bahnhofsgebäudes beschlossen. Allerdings sei das gar nicht so einfach gewesen, sagt Bürgermeister Michael Esken während der Eröffnung am Dienstag. Die Geschäftsräume der Stadtwerk Verl GmbH in Räumen, die einem Gesellschafter gehören, unterzubringen, das gäbe steuerliche Probleme, habe man ihn gesagt. Und so sei man auf die Idee verfallen, die Immobilie an das Stadtwerk zu verkaufen, damit der Betrieb jetzt seinen Sitz in eigenen Räumen hat.

Damit habe das Stadtwerk nun einen repräsentativen Sitz an exponierter Stelle, meint der Bürgermeister. Einen Konflikt mit den Planungen für eine Mobilitätsstation im ehemaligen und künftigen Bahnhof sieht er nicht.

Ordentlicher Überschuss

Seit seiner Gründung entwickelt sich das Stadtwerk gut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 konnte der Betrieb einen Jahresüberschuss von 456.735 Euro erzielen. Von diesem Geld werden 200.000 Euro auf das nächste Geschäftsjahr vorgetragen. Den übrigen Gewinn teilen sich die Gesellschafter Verl (75,1 Prozent Anteile) und die Gemeindewerke Steinhagen (24,9 Prozent Anteile). Verl bekommt 192.000 Euro und die Gemeindewerke Steinhagen bekommen 64.500 Euro.

Das Stadtwerk hat nach seiner Gründung erstmals im Jahr 2016 einen Gewinn nach Steuern ausweisen können, nämlich 202.000 Euro. Der Jahresabschluss 2017 hatte einen Überschuss von rund 148.900 Euro. Seinen wirtschaftlichen Erfolg verdankt das Stadtwerk der Übernahme des Gasnetzes zum Jahresbeginn 2016.

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