Musiker des Symphonieorchesters »Verler Vier Jahreszeiten« begeistern
Zauber großer Kompositionen

Verl(WB). Drei herausragende Instrumentalsolisten, ein bestens aufgelegter Klangkörper mit Interpreten aus nicht weniger als 18 Nationen und die feierliche Atmosphäre der Marienkirche waren Trumpf beim »Verler Herbst«.

Dienstag, 01.10.2019, 07:00 Uhr
Hingebungsvoll am Violoncello: Der Solocellist Mladen Miloradovic spielt das Konzert für Violoncello und Orchester a-Mol von Camille Saint-Saëns. Die Musiker des Symphonieorchesters »Verler Vier Jahreszeiten« boten ein Konzert der besonderen Art. Foto: Uschi Mickley

Was die Musiker des Symphonieorchesters »Verler Vier Jahreszeiten« den zahlreichen Besuchern beim 84. Konzert geboten haben, war ein glanzvolles Musikerlebnis der besonderen Art. Unter der Leitung des Dirigenten Knut Peters wurde der ganze Zauber großer Kompositionen hinreißend ausgebreitet. Zu Beginn erklang das Trompetenkonzert von Joseph Hayden in Es Dur für Trompete und Orchester. Den Solopart übernahm Peter Mönkdiek, der als Solotrompeter in vielen deutschen Orchestern spielt. Der Ostwestfale brillierte mit einer souveränen Balance zwischen den schwungvollen und wehmütigen Momenten, die dieser hochklassisch-reifen Musik ihren so ergreifenden Charakter verleihen.

Solotrompeter Peter Mönkdiek brillierte mit Joseph Haydns Konzert Es-Dur für Trompete und Orchester.

Solotrompeter Peter Mönkdiek brillierte mit Joseph Haydns Konzert Es-Dur für Trompete und Orchester. Foto: Uschi Mickley

Es folgte das »Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll, op. 33« von Camille Saint-Saëns, das bei dem jungen Solocellisten Mladen Miroradovic in besten Händen lag. Mit feiner Präzision brillierte der in Belgrad geborene Musiker und Komponist in den virtuosen Partien und mit wunderbarer, nuancenreicher Tongebung. Hingebungsvoll gestaltete er die kantablen Partien mit seinem großen Instrument.

Instrumentalsolo

Ein weiterer Höhepunkt war das Instrumentalsolo von Wojciech Wieczorek, der als Konzertmeister bei verschiedenen Orchestern tätigt ist. Er spielte das »Violinkonzert Nr. 1 g-Moll, op. 26 von Max Bruch«. In einer faszinierenden Mischung von Emotion und Virtuosität ließ er seine Violine mit höchst einfühlsamem Ausdruck im Adagio erklingen. Kraftvolles, zugleich leichtes und sensibles Spiel in den schnellen Sätzen. Die Begleitung des Symphonieorchesters beeindruckte durch filigrane Feinheiten der Streicher ebenso wie durch kompakte Einsätze der vorzüglichen Blechbläser. Der Klangkörper beeindruckte in den teilweise atemberaubend schnellen Sätzen mit lebhaften Ballungen und rührte in den gefühlstiefen, langsamen Passagen an die Seele der Zuhörer.

Melodische Überraschung

Eine melodische Überraschung gab es für die Konzertbesucher mit »Fantasien im Volkstum Nr. 4«. Eine Eigenkomposition des Cellisten Mladen Miloradovic, die gemeinsam mit Wojciech Wieczorek hinreißend präsentiert wurde. Leuchtende Harmonien und eine verträumt tänzerische Leichtigkeit ließen die beiden Virtuosen dabei einfließen.

»Das hochkarätige Zusammenspiel zwischen Orchester und Solisten war präzise und einfach wunderbar. Eindrucksvoll, wenn man bedenkt, dass die Musiker nur selten zusammen kommen«, urteilten Konzertbesucher Hans-Hermann Hohn und seine Frau Ortrud Henkenjohann.

Im zweiten Programmteil gestaltete Dirigent Knut Peters mit Beethovens 7. Symphonie das Hauptwerk des Abends mit dem Orchester zu einem sorgsam nuancierten und eindrucksvollen Gesamtbild. Zu Recht feierte das Publikum die Mitwirkenden mit begeistertem Beifall.

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