»Stadt-Land-Spielt!« in der Bibliothek – 45 neue Spiele angeschafft
Finja und Neele im Testfieber

Verl (WB). Trotz Internet, Smartphones und Konsolenspielen: Das gute alte Gesellschaftsspiel erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Bei der Aktion »Stadt-Land-Spielt!« wurden in der Bibliothek einige Spiele vorgestellt, und es durfte eifrig getestet werden. Die Zwillinge Finja und Neele waren mit Spaß dabei.

Montag, 09.09.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 09.09.2019, 08:00 Uhr
Die Zwillinge Neele und Finja Berning (beide 10) sind extra aus Kaunitz gekommen, um in der Bibliothek alle Spiele auszuprobieren. Foto: Andreas Berenbrinker

Die Kaunitzer Geschwister Finja und Neele (beide 10) sind mit einem ehrgeizigen Ziel nach Verl gekommen. »Wir wollen hier heute alles testen«, sagen die Mädchen, die sich im vorderen Bereich der Bibliothek gleich auf ihren Hosenboden setzten, um eine Runde »Mensch-ärgere-Dich-nicht« auf einem großem Teppich zu spielen. Der Klassiker ist einfach nicht totzukriegen, und so ist es kein Wunder, dass am 10. Oktober ab 17 Uhr ein großes »Mensch-ärgere-Dich-nicht-Turnier« in der Bibliothek stattfinden wird.

Langsam arbeiten sich Finja und Neele in den hinteren Bereich der Bücherei vor. Auf dem Weg wird noch »Vier gewinnt« gespielt, sich am Diabolo probiert und ein großer »Jeronimo«-Turm gebaut. Schließlich sind auch die Zwillinge bei den Gesellschaftsspielen angekommen. Hier haben sie eine große Auswahl.

Spiele müssen robust sein

Insgesamt 45 neue Spiele wurden von der Bibliothek angeschafft. Da die Spiele verliehen werden, müssen sie robust sein. »Es gibt ja Spiele, die nach einer gewissen Zeit natürliche Gebrauchsspuren aufweisen«, sagt Bibliotheks-Mitarbeiterin Verena Meißner. Diese Spiele seien für eine Bibliothek eher ungeeignet. »Die Spiele gehen durch viele Hände.«

Besonders beliebt seien Spiele, bei denen man schnell loslegen kann. »Eltern und Kinder wollen keine ewig langen Spielanleitungen lesen oder Vorbereitungen treffen«, sagt Meißner. Außerdem sollten die Spiele selbst nicht stundenlang dauern, wenn man mit Kindern spielt. »Da kommt schnell Langeweile oder Verdruss auf«, weiß die zweifache Mutter aus eigener Erfahrung. Eine große Ausnahme sei hier Monopoly. »Das macht auch Spaß, wenn man es zwischendurch in die Ecke stellt und später weiterspielt.«

Es kommt natürlich nicht von ungefähr, dass der Mitmachtag »Stadt-Land-Spielt!« zum Ende des Sommers angesetzt wurde. Wenn die Tage im Herbst kürzer werden, das Wetter schmuddeliger wird, dann schlägt die Stunde der Gesellschaftsspiele. Eine beliebte Ausleihphase sei aber auch die Zeit vor Urlaubsreisen. »Und bei schlechtem Wetter in den Ferien gehen Brett- oder Kartenspiele auch gut weg«, sagt Verena Meißner.

Spiele des Jahres

In der Bibliothek wurden auch die Spiele des Jahres vorgestellt. Das Partyspiel »Just one« wurde zum Sieger gekürt. Bei dem Spiel treten alle Mitspieler gegen das Spiel selbst an. In jeder Runde muss ein Spieler ein geheimes Wort erraten.

Das Spiel »Tal der Wikinger« wurde zum Kinderspiel des Jahres gekürt. Wenn im Tal der Wikinger das alljährliche Fässerkegeln stattfindet, müssen die Kinder Mut, Geschick und Risikobereitschaft aufbringen, um die richtigen Fässer umzuwerfen.

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