St-Hubertus-Schützengilde Verl feiert ihr Fest mit großem Umzug
»Intakte lebendige Großfamilie«

Verl (WB). Das berühmte Gilde-Wetter ist in Verl ein Synonym für strahlenden Sonnenschein und warme Temperaturen. Davon war zu Beginn des Festes am Samstagabend nicht viel zu spüren. Ausgerechnet zum Start des Schützenfestes setzte Dauerregen ein. Am Sonntag hatten die Schützen und Besucher viel mehr Glück.

Montag, 08.07.2019, 03:00 Uhr
Der Festumzug durch Verl ist ein Hingucker für die zahlreichen Besucher an den Straßenrändern und anschließend an der Schützenhalle. Das Königspaar Michael und Nicole Hauphoff mit Tochter Jana genießt seinen Auftritt. Foto: Bernd Steinbacher

Spontan beschlossen die Schützen der St.-Hubertus-Gilde am Samstag, den Zapfenstreich in die St.-Anna-Kirche zu verlegen. Brudermeister Markus Nagelsdieck appellierte in seiner Ansprache an die anwesenden »Geschichtsgewinner«. »Wir können aus unserer Geschichte lernen und so gewinnen«, sagte Nagelsdieck, der an die Opfer von Krieg, Terror und Gewalt erinnerte. Es gelte in der heutigen Zeit, Zeichen zu setzen gegen Verfolgung und Diskriminierung. Nach dem Zapfenstreich, der vom Spielmannszug Blau-Weiß Avenwedde und dem Musikverein Verl intoniert wurde, ging es trotz des Regens – Nagelsdieck sprach von Freudentränen – mit einem Marsch zur Schützenhalle.

Lieblingsmarsch gespielt

Der noch bis heute Mittag amtierende Gilde-König Michael Hauphoff horchte im Festzelt auf, als sein Lieblingsmarsch vom Musikverein und dem Spielmannszug Mastholte gespielt wurde. Spätestens beim »Regimentsgruß« war das Eis gebrochen und das Regenwetter vergessen, »Festivity«, die Tanzband des Musikvereins Westerwiehe sorgte später für ausgelassene Stimmung im Zelt.

Beste Stimmung herrschte auch am Sonntag, denn ein paar Wölkchen konnten die Stimmung nicht trüben. Viele Zuschauer hatten sich auf dem Kühlmannplatz und an den Straßenrändern eingefunden, um die farbenfrohen Gewänder und die geschmückten Kutschen zu bewundern. Für die zünftige Marschmusik sorgten gleich mehrere Gruppen.

»Die Sonne strahlt mit den Königinnen um die Wette«, stellte

Schützenfest der Schützengilde Verl

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  • Schützenfest der Schützengilde Verl
Foto: Bernd Steinbacher und Andreas Berenbrinker
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nach dem Umzug durch die Stadt Brudermeister Nagelsdieck bei seiner Rede an der Schützenhalle fest. Besonders begrüßte er neben dem Königspaar Michael und Nicole Hauphoff mit Tochter Jana und der ganzen Throngesellschaft auch das Silberkönigspaar Josef und Annette Vosshenrich. Für sie gab es einen großen Blumenstrauß.

Viel größer war die Überraschung für den verdienten Gildeschützen Helmut Nacke. Bezirksbundesmeister Mario Kleinemeier ehrte ihn mit dem St.-Sebastianus-Ehrenkreuz. »Seit 1984 ist Helmut Nacke in der Gilde Mitglied, du unterstützt die Gilde, wo du kannst«, sagte Kleinemeier. In seinem Grußwort lobte er die Schützen als »intakte lebendige Großfamilie«. Gerade in der heutigen Zeit sehne sich doch jeder nach Sicherheit und Geborgenheit. Das böten Vereine und Organisationen, und hier besonders die Schützengilde. Die gelebte Tradition, füreinander und die Gesellschaft einzustehen, habe Zukunft.

Im Sinne des Leitspruchs »Glaube, Sitte, Heimat« beginnt der Schützenfestmontag mit einer Messe in der Pfarrkirche. Auch hier wird zu Ehren von König Michael der »Regimentsgruß« gespielt, ehe es zum Festplatz geht. Und wenn es schon kein echtes Gilde-Wetter gibt, dann hoffen die Schützen doch wenigstens, dass der Himmel seine Tränen zurückhält.

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