Kaunitzer Kolping-Kuriosum: Königin holt Vogel von der Stange – Hitze kostet Gäste
Jenny macht's nochmal

Verl-Kaunitz (WB). Kolping-Kuddelmuddel in Kaunitz! Die bisherige Königin Jennifer Jürgens bleibt Königin und löst damit ihren Ehemann und bisherigen König André ab. Beim Kolpingschützenfest ging es turbulent und heiß her.

Dienstag, 02.07.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 02.07.2019, 07:50 Uhr
Alte und neue Königin ist Jennifer Jürgens (Mitte). Sie hat den Vogel früh mit einem Keulenwurf erlegt. Mit ihr freuen sich Tochter Anna Victoria sowie André Jürgens, der nun Prinz, Prinzgemahl oder gar Königin ist. Foto: Andreas Berenbrinker

Kaunitz bleibt ganz klar in Frauenhand. Sylvia Vredenburg ist noch gut drei Wochen Königin der St.-Hubertus-Bruderschaft und nun hat mit Jennifer Jürgens auch eine Frau den Vogel beim Kolpingschützenfest erlegt. Beim Keulenwurf hatte sie die Nase vorn und besiegte ihre schärfste Konkurrentin Elisabeth Esken, die als Trost einen Blumenstrauß von Jennifer Jürgens bekam. Die Insignien wurden von Christian Dulleck (Krone), Irene Jacobfeuerborn (Apfel) und Christian Jacobfeuerborn (Zepter) abgeworfen.

Ein Kuriosum

Das größte Kuriosum ist, dass Jennifer Jürgens schon amtierende Königin war, als sie den Adler am Sonntagnachmittag bei brütender Hitze früh von der Stange holte – im vergangenem Jahr schaffte dies schließlich ihr Ehemann André. »Ich bin also keine Kaiserin«, stellte die äußerst humorvolle Jennifer Jürgens lachend klar, schließlich habe sie den Vogel ja erst einmal abgeworfen.

Aber wie wird nun ihr Mann André genannt? Gerade in Kaunitz gibt es darüber ja kleinere Diskussionen. Ist er ihr Prinzgemahl, wie es bei den Hubertus-Schützen noch üblich ist oder ist André Jürgens nun Prinz wie es die Grünröcke beschließen möchten? Kolpingbruder Uli Bokel sah es ganz pragmatisch: »Wir sind hier bei Kolping und machen es ganz anders. André ist jetzt halt Königin!«

Der Spaß stand beim Fest eindeutig im Vordergrund und egal, wie sich André Jürgens nun ein Jahr lang nennen darf – lustig war es während des Kolpingschützenfestes, das zusammen mit dem Pfarrfest gefeiert wurde, allemal.

Gemütlicher Abend

Zahlreiche Kaunitzer Vereine und Institutionen gaben dem Dorf wieder ein Gesicht. Der Dämmerschoppen am Samstagabend lockte zahlreiche Gäste an. »Das war ein richtig gemütlicher Abend zwischen Pfarrheim und Kirche«, sagt Kolpingbruder Andreas Pollmeier.

Am Abend konnte sich Thomas Kläsener das Amt des Königs der Könige sichern. Am Sonntag waren sich indes alle Organisatoren und Besucher einig, dass die extreme Hitze zahlreiche Bürger vom Besuch des toll organisierten Festes abgehalten hat. »Es ist einfach zu heiß«, hieß es aus allen schattigen Ecken. Dennoch ließen es sich das Königspaar der Verler Kolpingsfamilie Frank und Susanne Düttmann sowie auch der Thron der Kaunitzer Hubertus-Bruderschaft nicht nehmen, das Fest zu besuchen.

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