Tag der Architektur: Grundschule Kaunitz-Bornholte öffnet für Besucher
Räume prägen das Lernen

Verl-Kaunitz (WB). »Man geht drei Jahre damit schwanger und überlegt, wie man es am besten macht. Ich bin stolz darauf, dass der Umbau der Grundschule so gut gelaufen ist und zeige sie gerne.« Christian Ptatscheck, Architekt im Fachbereich Hochbau der Stadt Verl, führt Besucher am Sonntag, 30. Juni, zum Tag der Architektur durch die Grundschule Kaunitz-Bornholte an der Fröbelstraße 13.

Mittwoch, 05.06.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 07:50 Uhr
Rat, Schule, Verwaltung und der Förderverein haben gemeinsam die Grundschule Kaunitz-Bornholte so saniert, dass ein Raum zum Wohlfühlen entstanden ist, sagen Schulleiter Otfried Morck (links) und Architekt Christian Ptatscheck. Foto: Monika Schönfeld

Die Architektur prägt das Leben in der Schule. »Die Schule ist richtig schön geworden. Da hat die Stadt etwas Feines hingestellt«, sagt Schulleiter Otfried Morck. Verl nimmt bereits das dritte Mal am Tag der Architektur teil – zu sehen waren bereits die Marienschule und die Friedhofskapelle, sagt Christian Ptatscheck. »Vielleicht habe ich nicht mehr viel Gelegenheit, meine eigenen Projekte vorzustellen. Die Stadt muss bei großen Projekten auf externe Architekten zurückgreifen.« Am Sonntag, 30. Juni, macht Ptatscheck Führungen in der Zeit von 14 bis 17 Uhr.

»Räume«, um die es beim Tag der Architektur geht, sind hier in enger Abstimmung mit den Nutzern entstanden. »Hintergrund war, dass wir mehr Platz für die 60 Kinder im Offenen Ganztag brauchten«, sagt Morck. Und da eine Schule nach der anderen von der Stadt saniert worden ist, »haben wir uns schon mal Gedanken gemacht«. Der Offene Ganztag war im alten Hausmeisterhaus untergebracht. In der Verwaltung gab es nur das Büro des Schulleiters und das Sekretariat. »Energetisch haben wir vor fünf Jahren soviel Heizenergie verbraucht wie das Gymnasium«, berichtet Otfried Morck.

Drei Bauabschnitte

In Absprache haben sich Stadt und Schule entschlossen, zuerst den Verwaltungstrakt im ersten Bauabschnitt neu zu bauen, um unten dem Offenen Ganztag Raum (zweiter Bauabschnitt) zu geben. In der oberen Etage hat jetzt die Verwaltung Platz. Sinnvoll zusammen sind Sekretariat, Rektor- und Konrektorzimmer, Lehrerzimmer, Kopierraum und Sanitätsraum. Erreicht wird die Etage über eine Freitreppe. Dadurch wirkt der Eingangsbereich nicht mehr wie vorher erdrückend, sondern offen und weit. Um den Eingangsbereich kann die Aula erweitert werden. Die ist mit Bühne, blauen und grauen Vorhängen in den Schulfarben ausgestattet, besticht durch Details wie die Sitzheizungen unter Bänken und Fenstern, die bis zum Boden reichen und den Blick nach außen zum Schulgarten frei geben. Der Offene Ganztag hat jetzt zwei helle Räume, eine Ausgabeküche und eine innen liegende Verbindung zur Schule, aber auch einen eigenen Eingang.

Im dritten Bauabschnitt sind die Klassenräume saniert worden – und grundlegend und schnell. Nur die Sommerferien 2018 hatten die Handwerker Zeit. Acht Klassenräume, sechs Nebenräume wurden quasi entkernt: Neue Decken, neue Fußböden, neue Technik. WLAN gibt’s überall, alle Klassenräume haben Whiteboards.

Schulfest

Vor dem Tag der Architektur weiht die Schulgemeinde mit 210 Schülern und 16 Kollegen die rundum sanierte Schule bereits am Samstag, 15. Juni, von 10 bis 14 Uhr ein. Bis dahin sind der Schulname und das überarbeitete Logo angebracht und das gemeinsam gefertigte Kunstwerk, ein Wandfries. Der von Heinz Hollenhorst gefertigte Brunnen ist dann angeschlossen.

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