Bisher betreuen die meisten der 40 Tagesmütter zu Hause
Tagespflege sucht Räume

Verl (WB). Tagespflege als attraktive Alternative oder Ergänzung zur Kita, Flexibilität und Familiennähe: Das sind zwei Gründe für Eltern, sich bewusst für die Kindertagespflege zu entscheiden.

Samstag, 01.06.2019, 11:45 Uhr aktualisiert: 01.06.2019, 12:01 Uhr
Freuen sich, dass die Kindertagespflege in Verl ein eigenes Logo hat: (von links) Eugenie Kröcker, Liljana Zenunaj, Olga Günter, Anja Schäfer (Fachbereich Jugend), Susanne Maasjost, Anja Patzak, (hinten) Patrick Bullermann (Leiter des Fachbereichs Jugend), Maria Wiedenhaus, Tanja Breimann, Claudia Brenker, Linda Diekmannshemke, Nadja Fast und Margret Lütkebohle (Vermittlungsstelle Droste-Haus).

In Verl gibt es zurzeit 40 Tagesmütter, die diese Aufgabe übernehmen. Um die Tagespflege als Alternative zur Kita noch stärker im Bewusstsein und auch im Stadtbild zu verankern, wurde jetzt auf Anregung der Tageseltern ein eigenes Logo entwickelt. Das Logo mit fröhlich spielenden Kindern soll zum Beispiel Schirmmützen und Rucksäcke schmücken. Gleichzeitig soll es für die Bildungsdokumentationen verwendet werden.

Denn wie in einer Kindertageseinrichtung wird auch in der Tagespflege die Entwicklung der Kinder beobachtet und dokumentiert, um sie in der weiteren Entwicklung zu fördern. In Planung ist ein Portfolio-Ordner, der Eltern und Kindern einen Einblick in den Alltag der Kindertagespflege und die Entwicklungsschritte gewährt.

Rechtsanspruch auf Betreuung

»Eltern haben – wie auch in der Kindertagesstätte – einen Rechtsanspruch auf die Betreuung im Rahmen der Kindertagespflege, sobald ihr Kind ein Jahr alt ist«, sagt Anja Schäfer vom Fachbereich Jugend der Stadt Verl. Um eine qualifizierte pädagogische Betreuung zu gewährleisten, müssen sich Tagespflegepersonen mit 300 Unterrichtseinheiten qualifizieren sowie zwei Praktika absolvieren, bevor sie eine Pflegeerlaubnis erhalten. »Die Qualifizierungsanforderungen sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und die Kindertagespflege hat sich zu einem beruflich interessanten Tätigkeitsfeld entwickelt«, sagt sie.

Die Tageseltern und die von ihnen betreuten Kinder werden regelmäßig von Anja Schäfer besucht und sind im Austausch mit der Fachberatung zu den Entwicklungs-, Betreuungs- oder auch Rechtsfragen in der Kindertagespflege. Sie nehmen sie an Fortbildungen teil, zum Beispiel zu Themen wie Bildungsförderung, Eingewöhnung, Raumgestaltung, Elternarbeit oder Kindeswohl in der Kindertagespflege.

Räume werden gesucht

Die Betreuung in der Tagespflege findet überwiegend im Haushalt der Tagespflegeperson statt. Zurzeit ist nur eine Tagesmutter in dafür angemieteten Räumen tätig. »Anfragen für Großtagespflegestellen liegen uns zwar vor, allerdings konnten bisher keine geeigneten Räume dafür gefunden werden«, sagt Anja Schäfer. Wer Räume für Großtagespflegestellen zur Verfügung stellen möchte, kann sich im Jugendamt melden, Telefon 961276. Viermal im Jahr kommen die Tageseltern zu Netzwerktreffen im Droste-Haus zusammen. Denn dort befindet sich die Vermittlungsstelle für freie Plätze in der Kindertagespflege für Kinder unter drei Jahren.

Wer sich für die Arbeit als Tagespflegeperson interessiert, kann sich an Anja Schäfer wenden, Telefon 961276, E-Mail anja.schaefer@verl.de. Ansprechpartnerin im Droste-Haus ist Margret Lütkebohle, Telefon 934020, E-Mail: m.luetkebohle@droste-haus.de.

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