Vielfalt der Verler Chöre: Premiere mit Wunsch nach mehr Austausch
Von Brahms bis Grönemeyer

Verl (WB). Schade! Das erste Verler Chorfestival hat am Sonntag unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Die bunte Vielfalt der Chöre am Ölbach hätte viele Zuhörer verdient gehabt. Aber es gibt gute Nachrichten: Weiteren Auflagen steht nichts im Weg, und dann sind auch Zuhörer erwünscht.

Dienstag, 07.05.2019, 11:45 Uhr aktualisiert: 07.05.2019, 12:00 Uhr
Gemeinsam singen der Kaunitzer Kirchenchor und der Kaunitzer Männerchor. Der Test eines gemeinsamen Konzerts unter Ausschluss der Öffentlichkeit ist gelungen. Foto: Andreas Berenbrinker

Es war ein Versuchsballon. Unter der Regie des Musik- und Kulturverbandes trafen sich acht Verler Chöre im Pädagogischen Zentrum und gaben einen Einblick in ihr Repertoire. »Wir wollen uns hier alle noch besser kennenlernen und den Austausch untereinander fördern«, sagt Martin Jennen, Beisitzer im Musik- und Kulturverband und Mitglied der Liedertafel. Ganz bewusst habe man die Öffentlichkeit im Vorfeld nicht über die Veranstaltung informiert. »Wir konnten das ganze überhaupt nicht einschätzen und wollten zunächst ein internes Fest.« Einer weiteren Auflage stehe aber nichts im Wege. »Und dann laden wir alle Verler ein.«

Martin Jennen sagt, dass die Chöre intensiver miteinander arbeiten wollen und es möglicherweise Synergieeffekte geben könnte. »Vielleicht können wir Noten austauschen oder erreichen, dass Sänger in mehreren Chören aktiv sind.«

Die Premiere am Sonntagvormittag darf als äußerst gelungen bezeichnet werden. In lockerer, völlig zwangloser Atmosphäre hatten alle Chöre einen kurzen Auftritt und machten so Werbung für ihre Sangesgemeinschaft. Obwohl oder gerade weil das Pädagogische Zentrum zurückhaltend geschmückt war und auf aufwendige Lichteffekte verzichtet wurde, herrschte eine angenehme Frühschoppenstimmung.

Dass die Bandbreite der Chormusik sehr groß ist, wissen die Verler längst. Neue Wege werden beschritten, um jüngere Mitglieder zu gewinnen oder ein jüngeres Publikum anzusprechen. Zum Auftakt ließen sich die mit Hemd, Fliege und Hosenträgern gekleideten Männer der Liedertafel nicht lumpen. »Es geht mir gut« von Marius Müller-Westernhagen spiegelte die Gefühlswelt der Matinee wider und auch Grönemeyers »Der Weg« und »80 Millionen« von Max Giesinger sorgten für Applaus der anderen Chöre.

Moderator Dietmar Esken (Männerchor Kaunitz) führte kurzweilig durch das Programm. Die »VerLadys« sangen vom »Mr. Sandman« und der Kaunitzer Kirchenchor mit dem Männerchor von den sieben Brücken, über die man laut Karat gehen muss. Mit dabei war auch der Chor der »Verler Vier Jahreszeiten«, der für die klassische Note sorgte. Gewohnt fröhlich und beschwingt beschritten die Männer und Frauen der »S(w)inging Voices« die Bühne, ehe der evangelische Kirchenchor – bestehend aus den Formationen Anklang und Laudate – die Bühne betrat und für einen religiösen Touch sorgte. Im Finale sangen alle Verler Chöre »We are the World« von Michael Jackson.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6592648?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516081%2F
Flug mit Migranten aus Moria in Hannover gelandet
Unbegleitete minderjährigen Migranten, kranke Kinder oder Jugendliche sowie ihre Familien aus dem abgebrannten griechischen Lager Moria sind am Morgen in Hannover angekommen.
Nachrichten-Ticker