Pläne für Bauhof-Grundstück am Westfalenweg – SPD-Antrag zurückgestellt
Fachmarktzentrum ist denkbar

Verl (keig). Was passiert mit dem Bauhof-Gelände am Westfalenweg, wenn der neue Bau- und Wertstoffhof an der Ecke von Stroth- und Ewersweg den Betrieb aufnimmt? Die Idee der SPD-Fraktion: Das Gelände soll frühzeitig überplant und für ein »sozial ausgerichtetes Alt-Jung-Wohnprojekt« genutzt werden.

Samstag, 04.05.2019, 11:45 Uhr aktualisiert: 04.05.2019, 12:00 Uhr

Das schließt die Verwaltung nicht aus, will den Antrag der SPD dazu aber zunächst zurückstellen. Darüber wird der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss am kommenden Donnerstag in seiner Sitzung ab 18.30 Uhr im Schulzentrum abstimmen.

Die Stadtverwaltung betont in ihrer Vorlage für diese Sitzung, dass es sich bei dem Gelände um ein »Schlüsselgrundstück« handelt. Was sich hinter diesem Wort verbirgt, wird schnell beim Blick auf das Umfeld des Bauhof-Geländes klar. Es schließt direkt an das Verler Nahversorgungszentrum mit Anbietern wie Aldi, Edeka und Rossmann an. Daher rät die Stadtverwaltung der Politik, das frei werdende Bauhof-Grundstück nicht isoliert zu betrachten, sondern im Gesamtkontext. Das heißt konkret, dass beispielsweise die Entwicklung eines einheitlichen Fachmarktzentrums an dieser Stelle möglich wäre. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass Aldi und auch Edeka-Betreiber und Werbegemeinschaftschef Jens Niederschulte gerne mehr Verkaufsfläche hätten.

Die Verwaltung betont dazu, dass bereits »Gespräche mit den Eigentümern der Nachbargrundstücke« liefen, um eine »gemeinsame Veränderung der Gesamtsituation bewirken zu können«. Diese Gespräche sind nicht so einfach, da es nicht nur einen Eigentümer gibt, sondern mehrere, deren Ideen zueinander gebracht werden müssen. Das große Ziel: »eine übergreifende, städtebauliche Weiterentwicklung des Areals«, heißt es in der Vorlage.

Der Antrag der SPD, auf dem Bauhof-Gelände am Westfalenweg bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, soll in der Sitzung des Bauausschusses nicht abgelehnt, sondern nur zurückgestellt werden. Die Fläche dafür zu nutzen, lehnt die Verwaltung keineswegs ab. Das werde »grundsätzlich nicht ausgeschlossen.«

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