Im Schulgarten in Verl wartet viel Arbeit – Gelände wurde teilweise umgestaltet Selbst geerntet schmeckt besser

Verl (WB). Dass Kartoffeln nicht im Supermarkt wachsen, wissen Melina (9) und ihre Klassenkameraden natürlich. Was aber alles nötig ist, um zum Beispiel aus Keimlingen neue Kartoffeln zu züchten, konnten die Drittklässler der Teilgrundschule Bornholte am Dienstag hautnah miterleben.

Nurdane (9), Revan (8), Lara (8) und Antonia (von links) pflanzen die vorgezüchteten Sonnenblumen ein.
Nurdane (9), Revan (8), Lara (8) und Antonia (von links) pflanzen die vorgezüchteten Sonnenblumen ein.

Auf dem abgetrennten Gelände hinterm Hühnerstall ist richtig was los. In vier Gruppen rotieren die Kinder zwischen den vorbereiteten Beeten und wechseln sich bei der Arbeit ab. Während Lennard und John Luca vorne noch Unkraut zupfen, können Antonia, Lara, Revan und Nurdane hinten bereits die vorgezüchteten Sonnenblumen einpflanzen. Rund sechs Zentimeter sind die zwar erst groß, aber »bis zu drei Meter können sie schon werden«, stellt Nurdane fest.

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»Hier ist jetzt viel mehr Platz zum Arbeiten und Lernen.«

Christiane Appl

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Zunächst heißt es aber aufpassen. Christiane Appl erklärt den Mädchen noch schnell, wie tief gebuddelt werden muss, dann dürfen sie es selbst probieren. »Eigentlich ganz leicht«, findet Revan, bevor sie mit dem Bewässern diese Arbeit beenden kann.

Das Tomatenhäuschen aus dem vergangenen Jahr hat einen neuen Platz bekommen. Das Gelände wurde neu eingezäunt, zwei verbliebene Elemente zu Rankhilfen umfunktioniert. »Hier ist jetzt viel mehr Platz zum Arbeiten und Lernen«, so die Vorsitzende des Vereins Hof Diekämper.

Ende Mai sollen noch eine Bank und eine Sitzgruppe aufgestellt werden. Möglich geworden sind der Umbau und die Neuanschaffungen durch finanzielle Hilfen des Hofes Diekämper, sowie des Bürgervereins und der Grundschule Kaunitz-Bornholte.

Schulgarten gehört zum Sachkundeunterricht

Der Schulgarten ist Teil eines Projekts, an dem die Drittklässler im Sachkundeunterricht teilnehmen. Geerntet wird gemeinsam nach den Sommerferien, die Projektgruppe um Potrebova und Appl kümmert sich in der Zwischenzeit um die Bewässerung und Pflege. Beim Erntefest dürfen die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern, sowie den vielen Freiwilligen probieren, was sie gepflanzt haben.

»Das dauert aber noch«, stellt Lennart beim Blick auf die Zwiebeln vor ihm fest. Und überhaupt, das Pflanzen, Harken und Wässern ist schon Arbeit, »auch wenn sie Spaß macht«. Für seine Lehrerin ist der Spaßfaktor auch wichtig, er steht jedoch nicht im Vordergrund. »Die Kinder sind draußen, dürfen selber etwas schaffen und haben daher einen ganz anderen Bezug zu den Lebensmitteln«, sagt Marietta Landwehr abschließend. Und besser schmecken würden sie sowieso.

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