Messe »55 plus« rückt Wohnen und Leben im Alter in den Mittelpunkt
Bürger als Experten gefragt

Verl (WB). 44 Aussteller werden dabei sein bei der Messe »55 plus« der Stadt Verl, die der erste Beigeordnete Heribert Schönauer als »Erfolgsmesse« bezeichnet. Diesmal geht es um Wohnen und Leben.

Dienstag, 02.04.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 07:50 Uhr
Platz genug haben sie für die Seniorenmesse mit 44 Ausstellern, wie der große Plan belegt (von links): Verls erster Beigeordneter Heribert Schönauer sowie Sandra Hasenbein und Barbara Menne vom Fachbereich Soziales der Stadt. Foto: Kerstin Eigendorf

Wie können Wohnformen heute gestaltet werden? Wie wird Leben im Alter interessanter? Wie stelle ich mir mein Leben im Alter generell vor? All diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Messe im Foyer des Gymnasiums Verl am Samstag, 13. April, von 10 bis 17 Uhr.

Besonders interessant wird es am Stand der Stadt selbst, denn diese hat sich entschieden, Entwürfe zur geplanten Seniorenbegegnungsstätte im alten Postgebäude am Markt noch vor der Detailabstimmung in politischen Gremien mit Bürgern bei der Seniorenmesse zu debattieren. »Diesen Weg in der Reihenfolge gehen wir zum ersten Mal, weil wir in der Planungsphase noch justieren und Vorschläge der Zielgruppe, also der Experten, einarbeiten können«, erläutert Schönauer. Im Mai gehen die Entwürfe dann zur Abstimmung in die Politik.

Ziel der Messe, die zum vierten Mal stattfindet, ist es, über Wohnformen zu informieren, Senioren anzuregen, sich zu beteiligen, aber auch Aussteller untereinander zu vernetzen. »Oft hören wir von Akteuren, dass sie an ein und derselben Sache arbeiten und sich die Frage stellen, ob und wie eine Aufgabenteilung alles vereinfachen könnte«, sagt Schönauer. In diesem Jahr sind von den 44 Ausstellern etwa ein Drittel zum ersten Mal bei »55 plus« dabei.

Das Angebot ist groß. Ein Hingucker wird sicherlich das Konzept des Vereins Kogni-Home aus Bielefeld, der ein Konzept zu einer intelligenten Wohnung erdacht hat, die man mit einer VR-Brille auch in Verl virtuell begehen kann. Die Tür begrüßt den Besucher, die Garderobe erinnert an den Schlüssel, der Herd warnt vorm Überkochen und die Verwandten können per App auch aus ihrer eigenen Wohnung herausfinden, ob der Senior die Tür abgeschlossen hat oder die Fenster noch offen sind.

Zum ersten Mal ist das Diabetes-Info-Mobil dabei, während der Rollator-Parcours bereits zu den Klassikern der Veranstaltung zählt. Auf einem Pedelec-Parcours der Verkehrswacht des Kreises Güterloh können Besucher ihre Reaktion testen. Jung und Alt an interaktiven Konsolenspielen des Jugendhauses Oase und beim Solar-Hasen-Basteln der Verbraucherzentrale und des Klimaschutzmanagements der Stadt sorgen für generationenübergreifende Denkanstöße.

Und mittendrin tummelt sich »Else Mögesie« alias Antje Huißmann. Die Kabarettistin aus Paderborn wird um 13 und um 15 Uhr auf der Bühne stehen, sich aber auch unter die Besucher mischen. Vielleicht ist sie auch bei der 50 bis 60 Quadratmeter großen Ausstellung »Was heißt schon alt?« dabei, die nach der Messe auch noch im Rathaus zu sehen sein wird. Zudem gibt es Vorträge zu Mehrgenerationenwohnen und alternative Wohnformen.

Auch Sandra Hasenbein und Barbara Menne vom Fachbereich Soziales sind sicher, dass die Messe dazu beitragen wird, »das Thema Seniorenarbeit in Verl noch intensiver aufzugreifen«. Denn das sei das Ziel der Stadt: Die Generation 55 plus noch mehr in den Fokus zu rücken.

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