Zügiger Umzug: Filiale ist an den neuen alten Standort zurückgekehrt
Die Post packt an

Verl (WB). »Ratz Fatz« heißt das Transportunternehmen, das mit einem LKW vor den Getränkemarkt von Jens Niederschulte angerollt ist. »Ratz Fatz« erfolgt auch die Rückkehr der Verler Postfiliale an ihren alten Standort am Marktplatz. »Schneller als erwartet«, freut sich Niederschulte über den zügigen Umzug.  

Montag, 01.04.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 08:42 Uhr
Schwerstarbeit in der fast leer geräumten Filiale im Getränkemarkt: Jens Niederschulte (Zweiter von rechts) wuchtet mit Mitarbeitern einen Schrank auf die Palette. Ein LKW transportiert ihn dann zum neuen alten Post-Standort am Verler Marktplatz. Foto: Uwe Caspar

Hauruck: Insgesamt acht kräftige Helfer, darunter Tischler, Gabelstaplerfahrer und Elektriker, sorgen dafür, dass schon am späten Samstagnachmittag fast alle Schränke, Regale und Schubladen in der künftigen Filiale stehen.

 

Eine Tonne schwere Tresor wird zum Marktplatz gerollt

Auch der mehr als eine Tonne schwere Tresor, der vor der Demontage natürlich ausgeräumt wurde, zieht rund 500 Meter weiter. »Den haben wir gar nicht verladen, sondern auf einem Untersatz gleich zum Marktplatz gerollt«, berichtet Getränkemarktchef Jens Schulte, der weiterhin als Dienstleister der Deutschen Post die Verler Dependance federführend betreut.  Auch seine Mitarbeiterin Claudia Siggemann, seit Juli 2018 Leiterin der Filiale mit sechs Angestellten (vier Frauen, zwei Männer), begrüßt den nun vollzogenen Standwortwechsel. »Hier hat man deutlich mehr Platz. Außerdem ist es hier viel ruhiger«, sagt die 52-Jährige, als sie mit Kollegin Anja Schnellenkamp in den neuen alten Räumen steht und zusammen mit den Handwerkern überlegt, wie die inzwischen eingetroffenen gelben Schränke verteilt werden sollen. Ab morgen stehen den Post-Kunden zwei Tresen zur Verfügung. Am Schalter Nummer drei ist die Jalousie heruntergelassen – er soll für andere Zwecke genutzt werden.

Durchschnittlich 12.000 Kunden pro Jahr

Wie bereits berichtet, ließ sich der Standwortwechsel nach nur einem dreiviertel Jahr aus organisatorischen Gründen nicht mehr vermeiden. »Wegen des Wahnsinnsandrangs ging es so nicht mehr weiter, wir mussten eine Lösung finden. Sonst hätte ich aufgehört«, erklärt Jens Niederschulte. Durchschnittlich 12.000 Kunden pro Jahr strömen in die Verler Post-Filiale – diesen Ansturm konnte der ehemalige, in den Getränkemarkt integrierte Standort auf Dauer nicht verkraften. Zudem musste Niederschulte, der auch den Edeka-Markt leitet, wegen der Parkplatzprobleme Umsatzeinbußen hinnehmen. Einige Bürger indes müssen sich wohl erst noch daran gewöhnen, dass sie im Getränkemarkt keine Einschreiben mehr aufgeben können: Selbst am Tag des Umzugs kommen Kunden. Doch da sind die Schalter schon geschlossen. Wiedereröffnung in Kürze – jetzt geht auf dem Marktplatz die Post ab!

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