Verler Unternehmen Sportnavi.de nutzt Marktlücke und liegt richtig
Erfolgsmodell Firmenfitness

Verl (WB). Zwei Drittel der Mitglieder des Verler Unternehmens Sportnavi.de am Schmiedestrang sind mittlerweile Firmenfitness-Kunden. »Ein Wandel findet statt. Unternehmen fühlen sich immer mehr für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter verantwortlich«, sagt Geschäftsführer Reinhard Hunke.

Dienstag, 05.03.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 08:00 Uhr
Von Verl aus steuert Geschäftsführer Reinhard Hunke die Geschicke von Sportnavi.de. Dahinter verbirgt sich eine Fitnesskarte, mit der Sport- und Wellnesseinrichtungen in ganz NRW genutzt werden können. Auch Firmen entdecken das Konzept für sich. Foto: Eigendorf

Das Konzept, das 2007 erstmal mit einer Handvoll Bielefelder Kooperationspartner an den Start ging, ist schnell erklärt. Sportnavi.de vereint auf einer Karte, die als Mitgliedsabo abgeschlossen wird wie bei einem Fitnessstudio, mehr als 500 Anbieter – von Schwimmbädern über Wellnesskurse bis hin zu Tanzschulen und natürlich Fitnessstudios.

Mittlerweile hat sich ein Trend herauskristallisiert. Waren zunächst Privatkunden die Zielgruppe bei der Unternehmensgründung, machen Firmenfitness-Kunden mittlerweile den Löwenanteil aus. »Wir haben im Laufe der Zeit so viele Anfragen von Firmen bekommen, da haben wir dann drauf reagiert«, erinnert sich Hunke. Die Firmen können nun also mit dem Verler Anbieter kooperieren und ihre einzelnen Mitarbeiter anmelden. »Jeder Mitarbeiter kann eine Karte bekommen, muss das aber natürlich nicht. Er zahlt dann einen geringen Eigenbeitrag«, erklärt der Geschäftsführer.

Großkonzerne haben diesen Trend bereits seit einigen Jahren oder länger erkannt. »Nun ziehen mittelständische Unternehmen nach«, sagt Hunke. Der rasante Wandel sei spürbar. »Wir haben diese Marktlücke gesehen und nutzen sie erfolgreich.« Weshalb der Wirtschaft die Gesundheit der Mitarbeiter plötzlich immer wichtiger wird, glaubt Hunke genau zu wissen. »Der Arbeitgebermarkt ist zu einem Arbeitnehmermarkt geworden in Zeiten des Fachkräftemangels.« Es gehe darum, sich für potenzielle Arbeitnehmer attraktiv zu machen.

»Und anhand welcher Kriterien entscheidet der Arbeitnehmer, wenn Bezahlung und räumliche Nähe gleich sind? Er schaut auf die so genannten weichen Faktoren.« So ein Fitnessangebot falle da immer stärker ins Gewicht. Hunke geht sogar noch einen Schritt weiter: »Ein Sportabo ist heute neben Tankgutscheinen und Firmenwagen ein gutes Instrument«, so die Erfahrung des Geschäftsführers.

Inzwischen ist Sportnavi.de auf 15 Mitarbeiter angewachsen. Tendenz steigend! Bei der Mitgliederzahl will sich Hunke wie die meisten Geschäftsleute nicht so ganz in die Karten schauen lassen. »Mehrere Tausend sind es«, sagt er. Auch hier Tendenz steigend!

Doch was war der Impuls für die Gründung der Sportangebotsfirma mit den vielen Kooperationspartnern in ganz NRW? »Zentral war der Wunsch, Menschen zu mehr Bewegung und Gesundheit zu bringen und das in einem flexiblen Sportangebot«, berichtet Hunke. So ist es kaum verwunderlich, dass Sportnavi.de auch auf Physiotherapeuten im Unternehmen zurückgreift. »Schließlich hören wir bei dem erschreckenden Krankheitsstand überall, dass Rückenprobleme oben auf der Agenda stehen.« Und die Firmenfitness sorge nicht selten dafür, dass sich Kollegen zum Sport zusammentun nach Feierabend. »Und genau das ist unser Ziel: Mehr Menschen zum Sport zu bringen.« Und nebenbei wird damit auch noch Geld verdient.

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