Marienkapelle 25 Jahre alt – Feier mit Bundespräses und Hölscher
Symbolische Brücke

Verl (WB). Der verglaste Zugang von der Cafeteria des Altenheims zur Marienkapelle könnte symbolisch für eine Brücke stehen: 25 Jahre bildet die kleine Kapelle bereits die Verbindung zwischen den Bewohnern des St. Anna-Altenzentrums und den Verlern.

Montag, 04.03.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 04.03.2019, 08:00 Uhr
Ein Blick auf den Altar, in dem die Reliquie von Adolph Kolping eingebracht wurde. Im Hintergrund sind die Tabernakelsäule sowie Buntglasfenster zu sehen. Foto: Alexandra Wittke

Für Karl-Josef Auris ist die Marienkapelle einzigartig in Deutschland. Er kenne keine weitere ihrer Art, so der Pfarrer, in der sich die Älteren und Gebrechlichen mit »Normalen« träfen. Jeden Sonntag werde in kleinem Rahmen, etwa 100 Plätze umfasst die Marienkapelle, ein Gottesdienst gefeiert, bei dem man ins Gespräch komme und Neuigkeiten austausche.

25 Jahre Marienkapelle feiern (von links) Thomas Neumann (Vorstandsvorsitzender Pastoralverbund Verl), Brigitte Gnegel (Stellvertreterin), Pfarrer Karl-Josef Auris, Elisabeth Arens und Leonhard Hartkämper (kommunalpolitischer Arbeitskreis Kolping Verl).

25 Jahre Marienkapelle feiern (von links) Thomas Neumann (Vorstandsvorsitzender Pastoralverbund Verl), Brigitte Gnegel (Stellvertreterin), Pfarrer Karl-Josef Auris, Elisabeth Arens und Leonhard Hartkämper (kommunalpolitischer Arbeitskreis Kolping Verl). Foto: Alexandra Wittke

Ursprünglich ausschließlich für die Bewohner des Altenzentrums geplant, wurde die kleine Kapelle schnell auch von anderen Verlern angenommen. Heute wird sie auch von den umliegenden Kindergärten und Schulen genutzt – neben den regulären Gottesdiensten (weitere finden jeweils montags, mittwochs und donnerstags statt).

Verbindung zu Adolph Kolping

Als 1992 der Grundstein gelegt wurde, deutete vieles daraufhin, dass der zukünftige Name der Kapelle eng in Verbindung mit Adolph Kolping stehen würde. Im Vorfeld zur Weihe hatte eine Abordnung des Bezirksverbandes des Kolpingwerks Wiedenbrück eine Reliquie des in 1991 Seliggesprochenen in der Minoritenkirche Köln abgeholt. Etwa 100 Personen, so schätzt Leonhard Hartkämper vom kommunalpolitischen Kreis der Kolpingfamilie Verl, hätten seinerzeit die Reliquie überführt. Die Kirchengemeinde habe sich in der Folge jedoch mehrheitlich für den heutigen Namen »Marienkapelle« ausgesprochen.

Bei der Weihe durch den damaligen Weihbischof und heutigen Bischof des Bistums Osnabrück, Franz-Josef Hermann Bode, wurde die Reliquie, eingeschlossen in einer Kapsel, ins Zentrum des Altars eingepasst. Sie wird heute während der Gottesdienste von einem integrierten Licht angestrahlt. Der Verler Bildhauer und Künstler Jürgen Hoburg fertigte den Altar aus massivem Stein in Form einer Rose, die von vier Säulen getragen wird. Die Tabernakelsäule links vom Altar geht ebenfalls auf ihn zurück. Sie ist gestaltet nach einem Buch von Willi und Thomas Fährmann und zeigt verschiedene Tiere als Zeichen der Nähe zu Gott, sowie einen Fisch als Christus-Symbol.

Mit Glockeninschrift

Erst 1998 wurden die Buntglasfenster in die Marienkapelle eingebaut. Sie zeigen verschiedene Motive aus dem vierten Eucharistischen Hochgebet. Ein Fenster links hinter dem Altar zeigt unter anderem Adolph Kolping, die Glocke der Kapelle trägt als Inschrift ein von Kolping geprägtes Zitat: »Wenn man Freud und Leid miteinander teilt, wächst man zusammen«. Weitere wesentliche Veränderungen an der Kapelle wurden in den vergangenen Jahren nicht vorgenommen, lediglich die kleine Ton-Orgel wurde 2016 durch eine größere ersetzt.

Die Feier zum 25-jährigen Bestehen der Marienkapelle beginnt am Donnerstag, 21. März, um 18 Uhr mit einem Gottesdienst, an dem der Bundespräses des Kolpingwerkes und Pfarrer Hermann-Josef Hölscher teilnehmen. Anschließend kann man bei einem Imbiss in der Cafeteria des Altenzentrums ins Gespräch kommen. Für Leonhard Hartkämper ist das Jubiläum etwas ganz besonderes. Ohne ihn würde es, so Pfarrer Auris, keine Feier geben. Man freue sich daher auf viele Besucher.

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