Skulpturenpark auf Bürmscher Wiese einmalig – Eiswiese nicht »aus dem Rennen«
»Einzigartig in Deutschland«

Verl (WB). Kaum ein Grundstück in Verl und dessen Nutzung wurde in den vergangenen Jahren so vielfältig und kontrovers diskutiert wie die Bürmsche Wiese. »Ich kann mich sehr gut an die ersten Zeichnungen erinnern.

Samstag, 02.03.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 02.03.2019, 07:50 Uhr

Da standen noch lebensgroße und täuschend echt aussehende Schafe auf der Wiese«, schmunzelte Bürgermeister Michael Esken zu Beginn der Bürgerversammlung im Verler Rathaus. Gemeinsam mit Kurator Dr. Christian Krausch stellte er die abschließenden Pläne des Skulpturenparks, der nun ein »Bänke-Park« wird, vor.

Vorerst sechs Bänke sollen auf der Bürmschen Wiese installiert werden. Esken könnte sich aber durchaus vorstellen, diese in einigen Jahren sukzessive gegen neue Kunstwerke auszutauschen. Die ursprünglichen Bänke bekämen dann einen neuen Standort innerhalb des Stadtgebietes. »Der Ausgangspunkt ist aber immer die Bürmsche Wiese, wo die Bänke zuerst stehen werden.«

Für Krausch stand bereits zu Beginn der Planungen fest, dass »die kleine Fläche nicht mit Kunstobjekten zugepflastert wird«, zumal derartige Objekte in der Regel hoch taxiert werden. Mit den Bänken sei es nun gelungen einen Ort der Begegnung zu schaffen, an dem man verweilen und miteinander ins Gespräch kommen könne.

Die sechs Kunstwerke werden, auch wenn sie zum Teil schon Vorbilder in anderen Städten haben, exklusiv für Verl geplant und gefertigt. »Das ist einzigartig in Deutschland«, betont der Kurator. Er kenne keinen weiteren Skulpturenpark dieser Art.

Auch bei der weiteren Gestaltung der Wiese hat man sich seitens der Stadt zurückgehalten. Die Mitte solle, so Michael Esken, »bewusst frei bleiben«. Ein drei Meter breiter, wassergebundener Rundweg wird an den Skulpturen vorbeiführen. Die Neuanlage des ehemaligen Teiches hingegen ist nicht mehr geplant. Vielmehr soll die ehemalige Form mithilfe von blau blühenden Pflanzen angedeutet werden. Die von vielen Verlern gewünschte Eiswiese sei nach wie vor auch noch nicht »aus dem Rennen«. Aktuell laufen die finalen Planungen zur Ausstattung der Wiese.

Die Nachfrage aus dem Publikum, ob das Bodenniveau der Bürmschen Wiese an die Umgebung angepasst werde, verneinte Bürgermeister Michael Esken. Fest stehen zum jetzigen Zeitpunkt aber bereits die genauen Zuwegungen. Von der Poststraße aus kommend können Besucher das Gelände nach den aktuellen Planungen barrierefrei betreten, vom Rathaus wird es eine Treppe sowie eine zusätzliche Rampe geben. Mit dem Abriss des Gebäudes, in dem sich zuletzt das Fotogeschäft Malinowsky befand (Kopphoffsches Haus), könne sich aber eine weitere Möglichkeit bieten. Hier kann Esken sich eine Art Entrée auf das Gelände der Bürmschen Wiese vorstellen.

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