Umsetzung braucht »viel länger als gedacht«
Beim Projekt Feuchtwiese hakt es

Verl (matt). Es ist ruhig geworden um den noch jungen Verein Hof Diekämper. Außer bei der Betreuung des Bornholter Schulgartens ist der Verein kaum in Erscheinung getreten. Ein wichtiges Projekt ist die Umgestaltung der Feuchtwiese neben dem Bürgerhaus »Hühnerstall«. Aber es hakt.

Samstag, 02.03.2019, 11:45 Uhr aktualisiert: 02.03.2019, 11:50 Uhr
Mit Ute Jurgeleit-Rohde (vorne) und Hadi Birad wird das Gremium unter Vorsitz von Iva Potrebova (rechts) um zwei Beisitzer erweitert. Weitere Vorstandsmitglieder: Dieter Westerwalbesloh, Winfried Manthei, Karl-Heinz Henkemeier, Elke Henkemeier, Christiane Rampsel-Horstmann und Claudia Schulz. Foto: Marcus Tschackert

»Wir müssen mit der Stadt noch klären, unter welchen Bedingungen die Nutzung stattfinden soll«, sagte Iva Potrebova 2018. Geschehen ist seitdem nicht besonders viel. »Es braucht viel länger als wir gedacht haben«, sagt die Vorsitzende ein Jahr später. Eigentlich sollte mit der Realisierung bereits im vergangenen Jahr begonnen werden. Seit 2017 besteht die Idee, die Feuchtwiese für die Allgemeinheit zu erschließen.

Das letzte Mal, dass Vereinsvertreter mit der Stadtverwaltung Kontakt hatten, war im Dezember, als Hof Diekämper eine zweite Variante des Projekts »Feuchtwiese« vorstellte. »Die Stadt will eine zweite Blanke, quasi als Regenrückhaltebecken am Schmiedestrang«, so Potrebova. Außerdem hat Landschaftsarchitektin Daniela Toman der Stadt neben der Neuplanung mit zweiter Blänke einen Kostenplan und ein Realisierungskonzept vorgelegt. Seitdem wartet man auf ein Feedback. »Im Frühjahr will die Stadt sich melden«, sagte Iva Potrebova.

Geplant ist, laut Iva Potrebova, dass die Stadt Verl das Gelände an den Hof Diekämper verpachtet, der dafür das Areal nutzen darf, aber auch die alleinige Verantwortung übernehmen soll. Allerdings wüsste man beim Hof Diekämper schon genauer, und zwar vorab, wie und was genau denn der Pacht- und Nutzungsvertrag an Pflichten dem Verein auferlegt. »Wir sind ein kleiner Verein, wir können nicht jedes Risiko abdecken und tragen«, so Karl-Heinz Henkemeier auf der Mitgliederversammlung des Hof Diekämper.

Für dieses Jahr setzen die Bornholter erst einmal andere Schwerpunkte. Ein zweites wichtiges Projekt ist der Bau eines fahrbaren Backofens. Dieser Backofen soll als mobile Variante realisiert werden. Außerdem geplant: am 12. März ein Filmabend zum Thema Welternährung. Anfang April hält Daniela Toman einen Vortrag zum Thema Naturgarten. Im Herbst, am 26. Oktober, findet ein Aktionstag statt, wo Bürger eigene Äpfel zu Saft pressen lassen können. Außerdem wurde auf der Mitgliederversammlung der komplette Vorstand in seinen Ämtern bestätigt und sogar mit Ute Jurgeleit-Rohde und Hadi Birad um zwei Beisitzer erweitert. Positiv ist auch die Mitgliederentwicklung. Der Verein »Hof Diekämper – natürlich leben und lernen« wuchs um acht auf 47 Mitglieder.

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