Jugendhilfeausschuss genehmigt Mittel – Duales Studium für Erzieher soll geprüft werden
Stadt wertet Spielplatz in Sürenheide auf

Verl (WB/kl). Der Kinderspielplatz an der Ecke Trakehner Straße/Posener Straße in Sürenheide soll im kommenden Jahr komplett neu gestaltet werden. Das schlägt die Stadtverwaltung vor und hat dafür einen Betrag von 250.000 Euro im Haushaltsplan für dieses Jahr vorgesehen.

Donnerstag, 07.02.2019, 11:45 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 11:50 Uhr
Der Spielplatz an der Ecke Trakehner Straße/Posener Straße in Sürenheide soll bedarfsorientiert umgebaut werden. Dafür wurden 250.000 Euro genehmigt. Foto: Andreas Berenbrinker

Diesem Vorschlag hat der Jugendhilfeausschuss während seiner Sitzung am Dienstagabend zugestimmt. Der Spielplatz liegt recht zentral in einem großen Wohngebiet, wo es auch viele Familien mit Kindern gibt. An diesem Bedarf soll sich die Neugestaltung orientieren.

Dass dieser Vorschlag von der Stadtverwaltung kommt, zeigt, dass man dort ein Auge auf die Spielplätze in der Stadt hat und handelt, wenn Bedarf besteht. »Der Fachbereich Jugend und der Betriebshof prüfen die Spielplätze regelmäßig«, sagt Erster Beigeordneter Heribert Schönauer.

Eine Aufwertung hat nach Ansicht der FDP-Fraktion auch der Spielplatz an der Kleiststraße nötig. Dort gebe es viele Familien mit Kindern. Er sei ein Treffpunkt für die Anwohner. Die FDP schlägt Tische und Bänke und eventuell einen Grillplatz vor. Hört sich gut an, ist jedoch nicht machbar, der Ausschuss schloss sich der Verwaltungsmeinung an. Diese wies darauf hin, dass Spielplätze keine Treffpunkte seien, und dass die Nebenwirkungen des Grillens – Abfall, Scherben, Ungeziefer – sich nicht mit der Nutzung als Spielplatz vertragen.

Abgelehnt wurde auch ein weiterer FDP-Antrag nach genereller Überprüfung der Spielplätze. Passiert schon so die Verwaltung, »das ist laufendes Geschäft« (siehe oben).

Kindertagesstätte

Der Ausschuss beschäftigte sich auch mit zwei Anträgen zu Kindertagesstätten. So möchte die SPD-Fraktion wissen, ob es künftig möglich sein könnte, dass die Ausbildung von Erziehern in den städtischen Kindertagesstätten als duales Studium angeboten wird. Viele Erzieher wollen sich über die reine Berufsausbildung hinaus qualifizieren und würden gern Studiengänge, zum Beispiel über frühkindliche Pädagogik, belegen. Die Stadtverwaltung will prüfen, ob das möglich ist. Generell sei so eine Option sicher sinnvoll, meint Heribert Schönauer.

An die Arbeit machen will sich die Stadtverwaltung auch bei der Erarbeitung einer neuen Elternbeitragstabelle für die Kindergartenbeiträge. Die CDU-Fraktion fordert eine Anpassung zum Kindergartenjahr 2020/21. Aktueller Hintergrund ist dabei, dass die Landesregierung für Mitte dieses Jahres eine Reform des Kinderbildungsgesetzes angekündigt hat. Und ganz aktuell ist eine Ankündigung der Landesregierung, dass ab 2020 das zweite Kindergartenjahr beitragsfrei gestellt werden soll. Alles hängt nun davon ab, wie zügig diese Pläne umgesetzt werden. Dem CDU-Antrag wurde bei einer Enthaltung einstimmig zugestimmt. Von den Grünen gibt es einen ähnlichen Antrag aus dem Jahr 2015.

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