Standort für Seniorenbegegnungsstätte – DRK-Heim auf Waldstück
Altes Postgebäude als Lösung

Verl (WB). Was sich einfach anhört, ist es oft nicht. Die Idee, eine Seniorenbegegnungsstätte im früheren Steakhaus an der Hauptstraße einzurichten, funktioniert nicht. Nun schlägt die Verwaltung das ehemalige Postgebäude an der Marktstraße vor. Das geplante DRK-Heim würde aber trotz Protesten am Wäldchen an der Österwieher Straße gebaut.

Samstag, 02.02.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 02.02.2019, 07:50 Uhr
Die Räume des ehemaligen Postgebäudes an der Marktstraße könnten künftig zu einer Seniorenbegegnungsstätte umfunktioniert werden – zumindest der Bereich der ehemaligen Postverteilung. Andere Standorte wurden geprüft und verworfen. Foto: Kerstin Eigendorf

Doch der Reihe nach: Ursprung der Suche nach einem Standort für eine Seniorenbegegnungsstätte waren Prosteste gegen die Errichtung dieser Einrichtung und eines DRK-Heims auf einer kleinen Baumfläche an der Österwieher Straße. Mit der Idee, die Begegnungsstätte woanders anzusiedeln, soll das Ziel erreicht werden, weniger Bäume abzuholzen.

Viele Möglichkeiten sind inzwischen geprüft worden. Nach dem Erwerb des ehemaligen Steakhaus-Gebäudes schaute sich ein Architekt dieses genau an und riet ab, hier die Begegnungsstätte einzurichten, »weil die Umbaumaßnahmen finanziell sehr aufwendig« würden wegen der Substanz und Struktur des Gebäudes. So steht es in der Beschlussvorlage für die Sitzung der nächsten Sitzung des Bauausschusses und des Bildungs-, Sport-, Kultur- und Generationenausschusses am Donnerstag, 7. Februar, um 18.30 Uhr im Schulzentrum.

Stadt kann Ende des Jahres über die Räumlichkeit verfügen

Das Telekom-Gebäude an der Marktstraße wurde als Standort für DRK-Heim und Senioreneinrichtung erörtert und verworfen, weil unter anderem bauliche Veränderungen wegen technischer Geräte nicht möglich sind. Ein Neubau beider Einrichtungen an der Volksbankwiese geht ebenfalls nicht, weil die Eigentümer andere Pläne haben. Gegen den Standort Bauhof spricht laut Verwaltung, dass erst nach Fertigstellung dort gebaut werden könne und dass das Gelände als Erweiterungsfläche für das Nahversorgungszentrum vorgehalten werden solle. Das ehemalige DRK-Gelände ist schlicht zu klein, auch Nachbargrundstücke scheiden aus. Somit schlägt die Verwaltung nun das ehemalige Postgebäude vor – zumindest vorübergehend bis der komplette Marktplatz neu geplant wird. Die Stadt kann Ende des Jahres über die Räumlichkeit verfügen. Allerdings eignen sich für eine Seniorenbegegnungsstätte nicht der vordere Bereich des Gebäudes, sondern ein 300 Quadratmeter großer Raum mit Nebenräumen. Um auch noch das DRK-Heim unterzubringen, ist das Gelände jedoch zu klein.

Daher präferiert die Stadt für das DRK-Heim weiterhin das Wäldchen an der Österwieher Straße. Gegen dieses Vorhaben liegt eine Unterschriftenliste vor. Die aktuellen Pläne sähen vor, dass »nur wenige kleinere Bäume entnommen werden müssten« und ein »Großteil des Grundstückes sogar durch weitere Baumpflanzungen aufgewertet werden« könnte, heißt es in der Vorlage. Wenn die politischen Gremien dem zustimmen, wäre der Bürgerantrag gegen das DRK-Heim am Wäldchen hinfällig.

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